Im Kofferraum entdeckten die Beamten zwei scheinbar leblose Katzen, die mit Kabelbindern und Klebeband festgebunden waren. Er sei mit den Tieren überfordert gewesen und habe sich nicht anders helfen können, so seine Begründung.

Sinn-Fleisbach: Unglaubliche Qualen mussten zwei Katzen über sich ergehen lassen, weil sich der Besitzer offensichtlich überfordert fühlte. Beamte der Herborner Polizei befreiten die beiden Tiere aus dem Kofferraum eines Autos und brachten sie in die Obhut des Tierheimes. Den 27-jährigen Sinner erwartet eine Strafe nach dem Tierschutzgesetz.

Am Freitagmorgen (08.04.2016) informierte eine Anwohnerin die Polizei. Ihr war in der Hauptstraße ein Pkw mit offensichtlich frischen Unfallspuren aufgefallen, den ein Mann dort abgestellt hatte. Eine Streife der Herborner Polizei rückte an und nahm den Wagen unter die Lupe. Da der Wagen nicht verschlossen war, durchsuchten sie ihn nach Hinweisen auf den Benutzer. Hierbei warfen sie auch einen Blick in den Kofferraum.

Dort entdeckten die Beamten zwei scheinbar leblose Katzen, die mit Kabelbindern und Klebeband festgebunden waren. Die Polizisten befreiten die Katzen mit einem Seitenschneider und kümmerten sich um die erheblich verletzten Tiere.

Zeitglich erschien der Besitzer des Fahrzeuges und räumte ein die Katzen verschnürt zu haben. Er sei mit den Tieren überfordert gewesen und habe sich nicht anders helfen können, so seine Begründung. Die Ordnungshüter brachten die Katzen in die Obhut des Tierheimes in Dillenburg, wo ein Tierarzt die Versorgung übernahm.

Den 27-Jährigen erwartet nun eine Strafe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetzt. Das Gesetz sieht für das Quälen von Tieren eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.

Du möchtest dieses Video auf Deiner Seite einbinden? Kopiere einfach einen der beiden Links und füge diesen in den Quellcode Deiner Seite ein. Du hast Fragen zum Einbinden? Sende uns eine Mail an redaktion (at) tiervision.de!