Ernährung für futtermäkelige Katzen Viele Katzenhalter können ein Lied davon singen: Frisches Futter im Napf, und davor sitzt die Katze und schaut ausgesprochen vorwurfsvoll, ohne die saftigen Bissen auch nur anzurühren. Das Thema Katze & Fütterung kann ausgesprochen heikel sein. Doch mit einigen Tipps und Regeln kann man auch wählerische Katzen füttern, ohne dass der Napf voll und der Katzenmagen leer bleibt.

In freier Wildbahn nimmt die Katze ihre Fütterung selbst in die Pfote: Sie ernährt sich von Kleinsäugern, Vögeln und Fischen. Ihre Beute ist sehr klein, daher sind die einzelnen Portionen auch überschaubar. Katzen jagen mehrfach am Tag und nehmen ihre Beutetiere stets frisch zu sich – im Unterschied zum Hund fressen sie kein Aas.

Katzenfutter frisch und in kleinen Portionen reichen

Katzenbesitzer sollten sich daher beim Thema Katze & Fütterung an folgende beiden Grundregeln halten:

·         Das Katzenfutter muss immer absolut frisch sein.

·         Das Katzenfutter sollte in kleineren Portionen über den Tag hinweg angeboten werden.

Bei vielen Katzen, die als wählerisch gelten, werden bereits hier Fehler gemacht. Beispielsweise wird nur einmal am Tag gefüttert, und das möglicherweise noch zu einem Zeitpunkt, an dem die Katze nicht hungrig ist. Steht das Futter erst einmal ein bis zwei Stunden draußen, ist es nicht mehr frisch – und die Katze rührt es nicht mehr an.

Übrigens: Auch im Kühlschrank hält sich Nassfutter nicht länger als 24 Stunden! Trockenfutter ist länger haltbar als Nassfutter, doch auch Trockenfutter kann bei warmem Wetter schnell muffig werden.

Weitere Futterregeln für Katzen

Es gibt einige weitere Futterregeln, mit deren Einhaltung das Problem der wählerischen Katze häufig schon gelöst werden kann. Dazu gehören:

·         Fütterungsroutine: Als Gewohnheitstiere schätzen Katzen es, wenn sie jeden Tag am selben Platz und zur selben Uhrzeit gefüttert werden.

·         Fütterungsort: Der Futterplatz sollte möglichst ruhig sein. Manchmal lehnt die Katze ihre Fütterung ab, weil sie sich nicht ungestört fühlt. Auch sollte das Futter nicht zu nah an der Katzentoilette platziert werden – das schätzen Katzen gar nicht.

·         Futternapf: Selbstverständlich sollte der Futternapf peinlich sauber sein – nicht nur aus hygienischen Gründen. Denn viele Katzen verweigern das Futter, wenn der Napf nicht richtig gesäubert wurde. Auch die Form und Beschaffenheit des Napfes sind wichtig: Katzen bevorzugen meist flache Schüsseln – tiefe Näpfe dagegen mögen sie nicht.

·         Futtertemperatur: Nassfutter sollte nie direkt aus dem Kühlschrank gefüttert werden, sondern vorher Zimmertemperatur erreichen.

Wählerische Katze: Fütterung schmackhaft machen mit einigen Tricks

Als ausgesprochene Individualisten haben Katzen unterschiedliche Futtervorlieben. Manch eine Katze legt bei der Fütterung auf ein bestimmtes Futter Wert, eine andere möchte regelmäßig Abwechslung im Futternapf haben. Viele Katzen bevorzugen grundsätzlich eher Trockenfutter oder eher Nassfutter. Mit einigen Tipps können auch wählerische Katzen häufig überzeugt werden:

·         Außerplanmäßige Zwischenmahlzeiten vermeiden – sonst hat die Katze möglicherweise keinen Hunger mehr.

·         Leichtes Anwärmen von Nassfutter lässt es intensiver riechen – das kann appetitfördernd wirken.

·         Mit geriebenem Käse oder Hefeflocken kann das Futter aufgepeppt werden.

·         Auch ein Schuss Lachsöl oder Thunfischwasser macht das Futter aromatischer.

·         Manchmal möchte die Katze bei der Fütterung Gesellschaft haben – vielleicht frisst sie ihr Futter lieber, wenn ihr Mensch gleichzeitig seine Mahlzeit einnimmt.

·         Manche Katzen möchten beim Fressen absolute Ruhe haben – andere werden gerne gestreichelt. Hier heißt es: Ausprobieren!

Insbesondere im Sommer kann es vorkommen, dass Katzen hin und wieder einfach keinen Appetit haben. Wenn die Katze ihre Fütterung jedoch häufiger verweigert, sollte sie von einem Tierarzt durchgecheckt werden – denn hinter der Futterverweigerung können ernsthafte Katzenkrankheiten stecken.

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