Stubenreinheit ist keine Zauberei. Hunde sind nicht von Natur aus stubenrein. Kommt ein Welpe ins Haus, ist es die Aufgabe seines Halters, ihn zur Stubenreinheit zu erziehen. Wir geben Euch Tipps, wie Ihr Euren Schützling stubenrein bekommt – natürlich liebevoll und hundegerecht.

Manche Züchter trainieren bereits vor der Abgabe mit ihren Welpen die Stubenreinheit. Doch im Alter von acht Wochen ist noch kein Welpe zuverlässig stubenrein. Grundsätzlich gilt beim Thema Stubenreinheit: Es kommt nicht nur auf die richtige Erziehung, sondern auch auf den Hund an. Manche Hunde werden sehr schnell stubenrein, andere brauchen mehr Zeit. Diese Zeit sollte man ihnen auch geben. Auch die Schließmuskeln und die Blase des Hundes müssen trainiert werden. Es braucht etwas Übung, bis der Hund all das ganz bewusst steuern kann.

Vorbereitung: Textilien wegräumen und Hygienemittel im Haus haben

Deshalb: Lieblingsteppiche und Textilien, an denen Ihr hängt, solltet Ihr am besten schon vor dem Einzug des Hundes wegräumen. Keine Sorge – ist der Vierbeiner erst einmal stubenrein, dürfen sie natürlich wieder an ihren angestammten Platz zurück!  

Da zu Beginn hin und wieder ein Malheur in der Wohnung nicht ausbleiben wird, ist es auch sinnvoll, geeignete Hygienemittel im Haus zu haben. Bis der Hund stubenrein ist, leistet das biologische Hygienespray Biodor Pet Animal wertvolle Hilfe. Es sorgt für Frische und Sauberkeit und ist sogar für Welpen hervorragend verträglich – tierärztlich bestätigt. Auch nach der Welpenzeit wird Euch das mikrobiologische Reinigungsspray ein wertvoller Helfer sein.

Alle zwei Stunden an die frische Luft

Grundsätzlich sollte der Welpe etwa alle zwei Stunden nach draußen gebracht werden, um sich dort zu erleichtern. Hat er sein Geschäft dort verrichtet, wird er dafür natürlich gelobt. Dabei solltet Ihr jedoch darauf achten, ihn nicht zu unterbrechen, sondern erst zu loben, wenn er bereits fertig ist.

Neben den zwei-Stunden-Intervallen sollte der Hund auch nach dem Fressen, Trinken und Spielen sowie unmittelbar nach dem Aufwachen die Gelegenheit erhalten, sich im Freien an einer passenden Stelle zu lösen. Jedes Geschäft, das er draußen verrichtet, ist ein Grund zur Freude – denn so lernt der Hund, diese Umgebung mit dem Erledigen seines Bedürfnisses zu verknüpfen.

Stubenrein mit viel Aufmerksamkeit, Konsequenz und Geduld

Die drei Säulen des Stubenreinheits-Trainings sind: Aufmerksamkeit, Konsequenz und Geduld. Lasst Euren jungen oder neu eingezogenen Hund in den ersten Wochen nicht unbeobachtet. In der Regel senden Hunde deutliche Signale, wenn die Blase drückt:

·         Unruhiges Herumlaufen

·         Auf dem Boden herumschnüffeln

·         Sich um die eigene Achse drehen

Zeigt der Welpe diese Anzeichen, sollte er unverzüglich, aber dabei ruhig und sanft auf den Arm gehoben und nach draußen gebracht werden. Ein erwachsener Hund wird ruhig angeleint und nach draußen geführt. Verrichtet er dort sein Geschäft, wird er natürlich wieder entsprechend gelobt.

Wenn doch einmal ein Malheur geschieht

Es bleibt nicht aus, dass doch einmal ein Malheur passiert. Das dürft Ihr jedoch niemals Eurem Hund ankreiden. Wenn er die Gelegenheit hatte, unbemerkt ein Pfützchen in die Wohnung zu setzen, dann habt Ihr einfach nicht gut genug aufgepasst. In jedem Fall heißt es jetzt: Ruhe bewahren. Schimpfen oder gar Strafen ist tabu! Beseitigt das Malheur so emotionslos und gelassen, wie möglich. Und dann passt beim nächsten Mal einfach besser auf.

Was tun, wenn der Welpe sich draußen nicht löst?

Bei vielen Hunden kann es passieren, dass sie draußen zu sehr abgelenkt sind, um ihr Geschäft zu verrichten. Das ist nicht weiter ungewöhnlich. Hier heißt es: Geduld zeigen, einen Ort mit wenig Ablenkung aufsuchen, an dem es ruhig ist – und warten!

Hilfsmittel zur Stubenreinheit

Spezielle Hilfsmittel im Handel versprechen, das Training zur Stubenreinheit zu erleichtern. Welpenunterlagen und Hundetoiletten sind jedoch nur bedingt sinnvoll: Ist der Hund draußen so eingeschüchtert oder ängstlich, dass er sich nicht lösen kann, können sie als Zwischenstufe für das Training eingesetzt werden. Gleichzeitig sollte mit dem Hund jedoch an der Umweltgewöhnung, dem Selbstbewusstsein und Vertrauen so weit gearbeitet werden, dass er schon bald auf seine Hundetoilette verzichten und sich draußen erleichtern kann.

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