Am Kulkwitzer See nahe Leipzig wurde ein Welpe von einer 13-köpfigen Familie brutal gequält. Der misshandelte Vierbeiner konnte dank Zeugenaussagen gerettet werden. Gegen die Familie wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Einfach grauenvoll was sich am Sonntagnachmittag am Kulkwitzer See in der Nähe von Leipzig abgespielt hat: Eine Großfamilie nahm ihren etwa 12 Wochen alten Welpen namens Nina mit an den See und quälte ihn auf brutalste Weise. Zunächst drückten die Kinder den hilflosen Vierbeiner immer wieder für lange Zeit unter Wasser.  Danach machten sich die Eltern an Nina zu schaffen und steckten sie bei praller Hitze in eine Plastiktüte. Damit die verängstigte Fellnase nicht fliehen konnte, verschlossen sie die Tüte.

Doch das reichte der 13-köpfigen Familie scheinbar noch nicht: Sie schlugen mehrmals auf den Kopf des hilflosen Welpen ein. Glücklicherweise alarmierte eine aufmerksame Zeugin die Polizei, weitere Zeugen bestätigten den Tathergang. Welche Familienmitglieder genau an der grauenhaften Quälerei beteiligt waren, konnten die Beamten zunächst nicht ermitteln.

Die 39-jährige Mutter erzählte der Polizei sinngemäß, dass es sich ja „nur“ um einen Hund gehandelt habe. Die Polizei ermittelt nun wegen Tierquälerei gegen die rumänische Großfamilie aus Leipzig. Nina wurde nach den schrecklichen Erlebnissen in das Tierheim Leipzig gebracht, wo man sich liebevoll um sie kümmert. „Nina ist sehr offen und neugierig, tollt herum und langweilt sich schnell“, teilte Michael Sperlich, Geschäftsführer des Tierheims, der Leipziger Volkszeitung mit.

Die kleine Nina hat in ihrem kurzen Leben bereits unglaubliche Qualen erleiden müssen. Trotzdem zeigt sie eine große Lebenslust und erholt sich schnell von dem traumatischen Erlebnis. Und noch besser: Das Telefon im Leipziger Tierheim klingelt ununterbrochen. Viele Menschen haben von Ninas Schicksal gehört und möchten der kleinen Fellnase ein neues Zuhause geben.

Leider kann Nina derzeit jedoch noch nicht vermittelt werden. Zuerst müsse geklärt werden, woher die Hundedame kommt. Einen Hinweis darauf gibt ihr rumänischer Chip. Eine illegale Einreise kann hier nicht ausgeschlossen werden. Momentan steht die aufgeweckte Vierbeinerin noch unter Quarantäne und soll demnächst zu einer externen Pflegestelle kommen.

Das Tierheim Leipzig bittet deshalb darum, Anfragen wegen Nina zu unterlassen und weist darauf hin, dass noch viele andere Tiere ebenfalls auf ein schönes Zuhause warten. Wir wünschen Nina und allen Fellnasen für die Zukunft alles Glück der Welt!

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