Mein Urlaub ging in die Türkei, wo ich ehrenamtlich den tollen Verein Kitmir Tierhilfe Demirtas e.V. unterstüzt habe. Wir konnten vielen Tieren helfen, doch die Zeit vergeht sehr schnell und man hat immer etwas zu tun.

Es gibt viele Tiere, die noch Hilfe brauchen und ich bin froh, dass es viele Tierschutzorganisationen gibt, die alles tun, um den Vierbeinern zu helfen. Nun hatte ich mich erneut ehrenamtlich auf den Weg gemacht, um die Kitmir Tierhilfe Demirtas e.V. zu unterstützen. Dieser tolle  Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht das Tierleid in den Straßen der Türkei zu vermindern, indem sie Tiere kastrieren, medizinisch versorgen und kranke und behinderte Tiere aufnehmen.

Als ich ankam freute ich mich schon meinen Herzenshund Nana wieder zu sehen, der trotz Vermittlungsaufrufen über Zeitung und Onlineforen nicht vermittelt werden konnte. Doch als ich ankam, gab es schon die erste schöne Nachricht. Nana würde ausreisen! Zwar bekam sie nur eine Pflegestelle aber sie würde eine sichere Zukunft haben. Mein Herz machte einen Freudensprung. Auch am nächsten Tag ging es mit guten Nachrichten weiter. Fünf kleine Welpen wurden zum Flughafen gebracht, damit sie ein Leben in Deutschland ermöglicht bekamen. Ganz bestimmt werden sie es gut haben. Ich bekam das Lächeln nicht aus dem Gesicht doch leider währte meine Freude nur kurz. Vor ein paar Tagen waren wieder Welpen ausgesetzt worden und sie waren nur ein paar Wochen alt. Die Chancen, dass sie überleben würden, standen wirklich schlecht. Wir machten uns sofort auf den Weg, aber wir konnten sie nicht finden. Die Müllhalde, auf der die Tierschutzorganisation eine Futterstelle errichtet hatte war verschwunden und auch die Hunde, die sich dort aufgehalten hatten. Was mit den Vierbeinern passiert ist, weiß ich leider nicht. Doch schnell kam ein weiterer Hinweis an. Eine Hündin mit drei Welpen war ausgesetzt worden und schon waren wir wieder unterwegs. Wir fanden zwei Welpen, aber die Mutter war zu scheu um eingefangen zu werden und der dritte Welpe war nicht zu finden. Wir konnten leider nicht mehr tun, als die Welpen mitzunehmen und kaum waren wir auf dem Rückweg, fanden wir zwei weitere Hunde. Eine unkastrierte Hündin und ein Rüde mit einem schwer kranken Auge. Als Tierretter hat man eben immer neue Sorgenfälle und immer viel zu tun.

Zu den tierischen Fällen kam aber nach ein paar Tagen ein weiteres Problem. Die liebe Frau, die sich um alles kümmerte, hatte starke Zahnschmerzen und musste zum Arzt, doch der machte Behandlungsfehler und es wurde nur schlimmer. Nach mehreren Arztbesuchen musste sie nach Hause und durfte nichts mehr machen. Also übernahmen die Anderen und ich sofort beherzt die Arbeiten und gaben Leckerlis, verteilten Zeckenbänder an alle Tiere, sorgten mit Sonnensegeln für Schutz vor der Hitze, bauten neue Türen ein und gaben viele Streicheleinheiten. Es war ein harter Tag aber abends waren wir zufrieden und stolz, dass wir so viel geschafft hatten.

Gerade abends sprachen wir oft über die vielen, traurigen aber auch schönen Geschichten der Hunde. Da war Henriette, die als Zuchtmutter missbraucht worden war und ein fast blindes Auge, ein verknorpeltes Auge und ein schlimmes Geschwulst hatte oder Amba, die kleine Hündin, die täglich mit Hähnchen und Liebe versucht sich ins Leben zurück zu kämpfen. Aber da war auch die schon etwas ältere Hündin Püppy, die sich in ihrer jungen Zeit um kleine Katzenbabys gekümmert und sie auch gesäugt hatte. Natürlich hatten wir den dritten Welpen nicht vergessen, fuhren immer wieder zu der Stelle aber wir konnten ihn nicht finden. Nur die Hundemutter konnten wir schließlich doch überreden mit uns zu kommen. Ich kümmerte mich um zwei der gefundenen Welpen und nachdem die Hündin kastriert und medizinisch versorgt worden war, durfte sie zurück zu ihren beiden Kleinen. Sogar einen anderen kleinen Fundhund nahm sie als Ziehkind an. Als ich abreisen musste, war ich einerseits froh, dass ich so viel helfen konnte, andererseits war ich auch traurig, dass die Zeit schon vorbei war. Es war ein unglaublich emotionaler Urlaub gefüllt mit Liebe, Aufregung, Freude und Trauer. Doch es war jede Sekunde wert.

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