Tierfreundin Nancy Janes hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leid der Hunde in Rumänien zu bekämpfen. Mit ihrer Tierschutzorganisation versucht sie täglich das Unmögliche, um das Mögliche zu erreichen: Tierleben zu retten und für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Bukarest – Paris des Ostens, ein beliebtes Reiseziel. Leider jedoch auch die Heimat unzähliger herrenloser Hunde. Alleine in der Hauptstadt Rumäniens leben schätzungsweise 60.000 verwahrloste, abgemagerte Vierbeiner. Einige Bewohner versuchen ihnen nach Kräften mit ihren begrenzten finanziellen Mitteln zu helfen. Andere jedoch verfolgen und töten die streunenden Vierbeiner auf grausame Weise. Manche werden totgeschlagen. Andere werden bei lebendigem Leibe verbrannt. Wieder andere landen in überfüllten Auffangstationen, in denen sie leidvoll verhungern oder verdursten. Jene, die noch frei herumstreunen, leben in ständiger Gefahr, von Fängertruppen erwischt oder überfahren zu werden.

Als die Amerikanerin Nancy Janes das Elend während ihres Wanderurlaubs in Rumänien hautnah miterlebt, fasst sie einen Entschluss: Sie möchte gegen das Leid der Straßenhunde kämpfen. Dies war der Grundstein für die Tierschutzorganisation „Romania Animal Rescue“ (RAR). Gemeinsam mit Dr. Aurelian Stefan, dem medizinischen Leiter der Organisation, und einem engagierten Team von Tierärzten und Tierarzthelfern kümmert sich Nancy um die streunenden Fellnasen, kämpft für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und leistet Aufklärungsarbeit – für eine bessere Zukunft. Die Arbeit der RAR unterteilt sich in vier verschiedene Bereiche: Spay/Neuter, kostenlose OPs und Behandlungen, Trainingscamp für Tierärzte sowie Bildung.

Die Ursache der hohen Zahl von Streunern ist die unkontrollierte Vermehrung der Vierbeiner. Über die britische Schwesterorganisation „Animal Spay Neuter International“ (ASNI) werden in Rumänien und acht weiteren Ländern weltweit zahlreiche Kastrationsprogramme organisiert. „Wir wollen Schmerz und Leid vermeiden, indem wir ungewollte Würfe verhindern in einer Welt, in der sie nicht willkommen sind. Wir sind davon überzeugt, dass Vorsorge sinnvoller ist als Heilung“, sagt Dr. Aurelian Stefan. Zu sogenannten Spayathons (Spay + Marathon) reisen regelmäßig freiwillige Helfer an, die bis zu 30 Tiere pro Tag kastrieren und behandeln. Insgesamt konnten bis heute über 45.000 Kastrationen erfolgreich durchgeführt werden.

Das Sozialprojekt „Homeless Animal Hospital“ ermöglicht außerdem kostenlose Kastrationen und komplexe Behandlungen bei Besitzerhunden und Streunern. Dabei werden die Fellnasen von der OP bis zur Aufwachphase von den Tierärzten betreut.

Das sogenannte Trainingscamp für Tierärzte hält das, was der Name verspricht: engagierte Tierärzte können hier ihre chirurgischen Fähigkeiten verbessern und sowohl aktuelle Kastrationsmethoden als auch minimalinvasive Eingriffe erlernen. Das Ziel des Trainings: die Ärzte sollen mit ihrem erlernten Wissen in ihren Regionen ebenfalls Hilfsprojekte starten können.

Um die Zukunft zu verbessern fängt man am besten bei den ganz Kleinen an – den Kindern. Dementsprechend hat das Team unter Nancy Janes und Dr. Aurelian Stefan ein Tierschutzbuch entwickelt, mit dem Schulkinder spielerisch den richtigen Umgang mit den Fellnasen lernen können. Bisher wurden bereits 18.000 Exemplare verteilt.

Mithilfe eines weltweiten Spendenaufrufs über Facebook konnte 2015 innerhalb kürzester Zeit eine mobile Tierklinik ins Leben gerufen werden. Tierärzte fahren selbst in die entlegensten Orte von Rumänien, um dort Kastrationen und Behandlungen durchzuführen. Nun soll ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen das Tierleiden gelegt werden: Das RAR Center in der Nähe von Bukarest.

Unter dem Motto „Neuter and Spay – no more Strays!“ („Kastrieren und sterilisieren – keine Streuner mehr!“) sollen die vier Bereiche in dem Center untergebracht und erweitert werden. Weltweit können Menschen über Facebook symbolisch Steine kaufen. Mit nur 20 Euro unterstützt man damit den Bau des Centers, der bereits im Oktober 2015 begonnen hat und im Oktober dieses Jahres abgeschlossen werden soll. „Für mich ist es die Erfüllung eines großen Traums“, sagt Dr. Aurelian Stefan. „Das neue RAR Center ist ein wichtiger Meilenstein unserer Vision – eine Welt ohne heimatlose Tiere!“ Die mobile Tierklink hat mittlerweile auch einen Namen, der das Werk von Nancy Janes wohl am treffendsten beschreibt: „HOPE“ – Hoffnung.

 

Du möchtest mehr über das Projekt wissen? Weitere Informationen findest du unter anderem auf der Homepage (http://romaniaanimalrescue.org) oder auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=ORQvlR9PoJI ).

Du möchtest Nancy Janes und ihr Team mit einer Spende unterstützen? Das kannst du über PayPal (donations@animalsni.uk) oder per Überweisung an:

Animal Spay Neuter International (UK)
IBAN: GB78ABBY09012896815808
SWIFT / BIC: ABBYGB2L
Bank: Santander UK PLC

 

 

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