Traurige Bilder von kleinen, kranken Welpen, die aus illegalem Hundeschmuggel gerettet werden. Sie werden in Tierheimen versorgt, doch die Ämter halten sich raus und die Tierheime bleiben auf den Kosten sitzen.

Der Schmuggel für Tiere boomt. Ständig werden Tiere aufgegriffen, die unter unwürdigen Bedingungen ins Land gebracht werden. Ein Beispiel dafür ist der Fall eines illegalen Hundewelpen-Transports auf der A70. 78 kleine, hilflose Welpen waren „wie Salatköpfe“ in Gemüsekisten eingepfercht worden. Zum Glück wurden sie direkt von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und in sieben verschiedenen Tierheime verbracht, wo sie mühsam aufgepäppelt, untersucht und geimpft werden müssen. Soweit klingt alles nach einem guten Weg für die Welpen, aber es gibt ein Problem. Geschmuggelte Tiere müssen oft widrigste Verhältnisse überstehen und sind oft krank, unterernährt und in einem schlechten Zustand. Je nach Gesundheitszustand seien 1500 bis 2000 Euro nötig, um sie behandeln zu können. Natürlich geben die Tierheime alles, was sie können aber alleine für die 78 Welpen sind weit über 100.000 Euro angefallen und die Tierheime müssen diese Kosten mühsam mit Spenden abdecken.

Das große Problem: Die Tierheime bleiben auf den Kosten sitzen, da das Landratsamt Schweinfurt sich nicht zuständig fühlt. Die Staatsanwaltschaft habe die Hunde in die Tierheime gebracht und das Landratsamt habe lediglich die Quarantäne für die nicht-geimpften Hunde angeordnet. Wer nun bezahlen soll? Der Züchter der Hunde in Tschechien. Aber der muss erst einmal gefunden werden, ein Nachweis muss erbracht werden, dass die Hunde von ihm stammen und, und, und… Die Tierheime stehen vor Kosten, die sie aus ihrem eh schon knappen Jahresbudget bezahlen müssen, weil sich die Ämter aus der Verantwortung ziehen.

Jetzt hat der Tierschutzverein Schweinfurt das Landratsamt deswegen vor dem Verwaltungsgericht Würzburg verklagt.

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