Hoffnung auf vollständige Heilung – so geht es der Pitbull-Hündin Caitlyn heute! Doch der Schock: ein ähnlicher Fall ereignete sich jetzt in Louisiana auf! GEFÄLLT MIR = alles Gute für Caitlyn!

Die herzzerreißen Bilder haben Ekel und Wut bei Tierfreunden weltweilt ausgelöst: Die Schnauze der 15 Monate alten Pitbull-Dame Caitlyn ist auf den Fotos mit schwarzem Isolierband zugebunden, die zwischen den Zähnen eingeklemmte Zunge steht heraus. Ihr Blick ist schmerzerfüllt, voller Hilflosigkeit und Unverständnis. Es war das grausame Werk eines brutalen Tierquälers in Charleston im US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina. Weil ihm „das ewige Gejaule auf den Wecker ging“, hatte er die Fellnase am 25. Mai kurzerhand ruhiggestellt. Schätzungsweise 36 bis 48 Stunden quälte er so die Hündin, die darüber hinaus weder trinken noch essen konnte.

Als Caitlyn zwei Tage später aus den Fängen ihres 41-jährigen Besitzers gerettet wurde, war sie in einem kritischen Zustand. „Sie hat große Schmerzen“, teilte die betreuende Tierärztin Dr. Lucy Fuller der Charleston Animal Society unmittelbar nach der Rettung mit. Das Klebeband sei so stramm gewesen, dass die Blutzufuhr zur Zunge unterbrochen wurde. „Ein Großteil der Zunge muss möglicherweise amputiert werden, falls das Gewebe aufgrund der mangelnden Blutzufuhr abstirbt“, erklärte sie zunächst.

Hoffnung auf eine vollständige Heilung

Rund drei Wochen sind diese Aussagen nun alt. In der Zwischenzeit haben Tierärzte, Pfleger und Tierfreunde ihr Bestes gegeben, um dem Vierbeiner wieder auf die Beine zu helfen. „Einerseits bereitete uns ihre Zunge große Sorgen, andererseits hatte sie Wunden um ihre Schnauze und am Kiefer. Der Druck führte zu einer Unterversorgung und somit zum Gewebetod“, erklärte der operierende Tierarzt Dr. Henri Bianucci. Nach etlichen Antibiotika, Infusionen, Laserbehandlungen zur Wiederherstellung des Zungengewebes und einem chirurgischen Eingriff besteht nun aber sogar Hoffnung auf eine vollständige Heilung.  

„Sie kann schon wieder normales Futter zu sich nehmen, sie isst also und trinkt. Außerdem bellt sie jede Menge!“, freut sich Bianucci. Den Grund für die schnelle Genesung macht der Experte an den Eigenschaften der Zunge aus. Es gebe kaum eine Körperstelle, die so schnell heile. „Das liegt in der Natur. Denn wer nicht essen und trinken kann, der stirbt.“

Caitlyn ist dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Von nun an warten auf den Junghund hoffentlich nur noch die schönen Seiten des Lebens. „Caitlyn wird ein besseres Zuhause bekommen, als sie sich je hätte erträumen können“, ist Bianucci überzeugt. Denn der misshandelten Hündin helfen, das möchten Hunderttausende Tierfreunde weltweit. Während eine Hundezubehör-Firma der Fellnase bereits ein mit ihrem Namen versehenes Kissen und ein Halsband geschenkt hat, haben viele Menschen für den Vierbeiner und ihre medizinische Behandlung Geld gespendet. Caitlyn selbst macht unterdessen auf immer mehr Titelbildern auf ihre Geschichte und die zahlreicher anderer Tiere in Not aufmerksam.

Das ist weder eine Modeerscheinung, noch ist es cool. Es ist kriminell und nicht akzeptabel

Denn ein Einzelschicksal ist das der Pitbull-Dame leider nicht. Im Gegenteil. Wenige Tage nachdem ihre schrecklichen Bilder durch die internationalen Medien wanderten, tauchte ein weiterer Pitbull-Welpe mit zugebundener Schnauze auf den Straßen von Laplace im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana auf. Während Otis nach ähnlichen, wenngleich nicht derart dramatischen Verletzungen wie bei Caitlyn ebenfalls auf dem Weg der Besserung ist, veröffentlichte die Tierärztin aus Angst vor einem Trend ein Statement auf Facebook: „ Das ist weder eine Modeerscheinung, noch ist es cool. Es ist kriminell und nicht akzeptabel.“ Recht hat sie.

Du möchtest dieses Video auf Deiner Seite einbinden? Kopiere einfach einen der beiden Links und füge diesen in den Quellcode Deiner Seite ein. Du hast Fragen zum Einbinden? Sende uns eine Mail an redaktion (at) tiervision.de!