Nach einem 20-tägigen nervenaufreibenden Kampf mit den Behörden in Belfast können die Hundebesitzer Leonard Collins (33) und Joanne Matthews (33) wieder aufatmen. Ihr geliebter Hund Hank durfte endlich wieder zu ihnen nach Hause.

Die herzzerreißende Geschichte von Hank aus Nordirland bewegte die letzten Wochen die ganze Welt. Am 14. Juli wurde der Vierbeiner seinen Besitzern Leonard und Joanne ohne Vorwarnung weggenommen. Der Grund: Ein anonymer Anrufer hatte behauptet, Hank sei ein Pitbull. Diese Hunderasse ist in Nordirland strengstens verboten und wird deshalb bereits nach wenigen Wochen eingeschläfert.

Hank ist jedoch ein Bullterrier-Labrador-Mischling und so unternahmen seine Besitzer alles in ihrer Macht stehende, um ihr tierisches Familienmitglied zu retten. Sie starteten eine Online-Petition, die von über 297.000 Menschen weltweit unterzeichnet wurde, und legten eine Facebook-Seite mit dem Titel „Save Hank“ an. Auch auf Twitter kämpfte man unter #savehank für Hanks Freiheit und sprach sein Mitgefühl für die Besitzer aus. Joanne und Leonard ließen ein Gutachten anfertigen, um zu beweisen, dass die Fellnase absolut harmlos ist. Mithilfe von Crowdfunding konnten insgesamt 19.000 Pfund für den Rechtsstreit gesammelt werden.

Friedensrichter Ken Nixon beschloss daraufhin, dass Hank keine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Nach dem Gerichtsprozess, der gerade einmal zwei Minuten dauerte, war die Fellnase frei. Endlich konnten seine Besitzer ihn unter dem Jubel der Kampagnenunterstützer wieder in die Arme schließen. „Ich habe eimerweise Tränen vergossen und lachte in dem Moment als ich ihn sah. Er war offensichtlich unendlich froh uns zu sehen und zog wie verrückt, um zu uns zu kommen“, erzählt Joanne. „Ohne die Hilfe der Bevölkerung und der Medien wäre Hank jetzt tot. Und das nur, weil er ein Mischling ist, in dessen Blut ein geringer Anteil eines Pitbulls vorhanden ist.“

Allerdings darf Hank nur unter strengen Auflagen daheim bleiben. Dazu gehören unter anderem das Tragen eines Maulkorbs und einer Leine in der Öffentlichkeit sowie die Kastration des Vierbeiners. Joanne und Leonard dürften jedoch einfach nur überglücklich sein, ihren tierischen Freund wieder zu haben. Auf Facebook posten sie Bilder der Wiedervereinigung sowie der zahlreichen Geschenke und Briefe. Entgegen der Befürchtung, die Fellnase könne überfordert sein, verhält sich Hank ganz normal und ist glücklich wieder bei seiner Familie zu sein. Seine Besitzer setzen sich außerdem weiterhin für die Abschaffung des Gesetzes in Nordirland ein. „Jetzt wollen wir anderen Menschen helfen, die in der gleichen Situation sind oder es zukünftig sein werden. Das Gefühl der Hilflosigkeit war furchtbar und wir möchten einfach zur Normalität zurückkehren.“

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