Welche finanzielle Verantwortung auf frischgebackene Hundebesitzer zukommt. Einer der vielen Gründe, aus denen wir Hunde so sehr lieben: Ihnen ist es egal, wie jung oder alt, schön oder hässlich, reich oder arm wir sind. Hunde stehen bedingungslos zu uns. Doch wir tragen die Verantwortung für unseren Hund – auch in finanzieller Hinsicht. Deshalb ist es wichtig, sich schon vor der Anschaffung einen Überblick über die Kosten zu machen, die für die Grundausstattung und im Alltag mit Hund zusammenkommen.

Was kostet ein Hund eigentlich? Klar ist: Der Wert eines Hundes kann nicht in Euro angegeben werden. Für seine Menschen ist der Vierbeiner ein Freund, ein treuer Gefährte, ein Familienmitglied - und als solches einfach unersetzbar. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, sich gut zu überlegen, ob man seinem Hund alles bieten kann, was er zu einem glücklichen und artgerechten Hundeleben braucht. Und dabei spielt Geld eben auch eine Rolle.

Kosten für die Hunde-Grundausstattung

Hunde brauchen keinen Luxus, um ihr Leben zu genießen. Ihnen ist die gute Beziehung zu ihrem Menschen am wichtigsten. Aber auf Hundebesitzer kommen Kosten in unterschiedlicher Höhe zu. Zunächst steht dabei die Grundausstattung für den Hund auf dem Plan: ein komfortables Hundebett, Näpfe, ein Halsband oder ein Brustgeschirr mit einer Führleine und vielleicht auch einer Schleppleine. Hundekotbeutel dürfen auch nicht fehlen, und ein Adressanhänger ist in jedem Fall sinnvoll.

Ein Hund muss natürlich auch gepflegt werden – und dafür ist entsprechendes Equipment wichtig: Kämme und Bürsten, eine Krallenschere und eine Hausapotheke mit Zeckenzange, Desinfektionsmittel und Verbandsmaterialien. Und weil das Hundeleben nicht nur aus Schlafen und Gassigehen, sondern auch aus Spiel und Erziehung besteht, sollten Hundehalter auch Hundespielzeug, Trainingszubehör, Leckerchenbeutel, Hundepfeife und einen Clicker kaufen.

Wenn man dabei ein wenig auf Haltbarkeit achtet, sind schnell ein paar Hundert Euro für die Grundausstattung zusammen. Die Erstausstattung ist dabei jedoch nur der Anfang: Gerade Welpen im Wachstum kauen alles mit ihren kleinen spitzen Milchzähnen an – und sicherlich passiert bis zur Stubenreinheit auch das eine oder andere Malheur auf einem Teppich. Hier muss im Laufe des Welpenalters vermutlich einiges nachgekauft werden.

 

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Quelle Grafik: idealo.de

Anschaffungskosten für den Hund

Für den Hund selbst müssen zunächst die Anschaffungskosten kalkuliert werden. Für einen Hund aus dem Tierschutz wird meist nur eine Schutzgebühr erhoben, die in der Regel zwischen 200,- und 400,- Euro beträgt. Wer einen reinrassigen Welpen von einem seriösen Züchter kaufen möchte, muss mit höheren Kosten rechnen. Je nach Hunderasse sollten 800,- bis 2000,- Euro für die Anschaffung eingeplant werden.

Ganz wichtig: Finger weg von Billig-Welpen! Unseriöse Züchter sollten niemals unterstützt werden. Diese Welpen und ihre Mütter werden oft unter tierquälerischen Bedingungen gehalten – nur so sind die Schleuderpreise möglich. Doch wenn man die Folgekosten für den Tierarzt hinzu rechnet, zahlt man für sogenannte „Wühltischwelpen“ am Ende meist sogar mehr als für einen Hund von einem guten Züchter. Denn in der Regel sind diese Welpen ungeimpft, oft sogar krank oder voller Parasiten.

Laufende Kosten für einen Hund

 

Wenn ein neuer Hund einzieht, ist der Kostenaufwand durch Anschaffungspreis und Grundausstattung also zunächst hoch. Doch auch im Alltag sind laufende Kosten für einen Hund zu tragen: Tierarztkosten, Hundesteuer, evtl. Kosten für einen Hundetrainer oder eine Welpenschule. Der Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung ist zur finanziellen Absicherung wichtig und in vielen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben.

 

Eine Hunde-Operationskosten- oder Krankenversicherung kann Hundehalter vor unvorhergesehenen Kosten bewahren, rechnet sich aber nicht immer. Hier heißt es: Angebote vergleichen und genau überlegen, ob ein Konto für Reserven, auf das monatlich eingezahlt wird, nicht reicht. Wenn der Hund krank wird, können unter Umständen höhere Kosten für den Hundephysiotherapeuten oder den Tierheilpraktiker dazukommen.

Fazit: Zur Verantwortung für einen Hund gehören nun einmal auch die Kosten. Deshalb sollten sich Hundehalter schon vor der Anschaffung durchrechnen, ob und wie sie einem Hund finanziell gerecht werden können.

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