Das Skelett des Hundes setzt sich zusammen aus 321 Knochen. Die Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbel, 13 Brustwirbel, 7 Lendenwirbel, 3 Kreuzwirbel und 20 – 23 Schwanzwirbel ( je nach Rasse ).

Aus den Knochen, Gelenken, Knorpel und Bändern setzt sich der passive Bewegungsapparat des Hundes zusammen.

Zu dem aktiven Bewegungsapparat des Hundes gehören die Muskeln welche am Hundeskelett ansetzen und die dazu passiven Hilfseinrichtungen wie Faszien, Sehnenscheiden und Schleimbeutel sowie Gefäße, Sehnen und Nerven.

Wichtige Gelenke sind am Hundeskelett:

  • Das Schultergelenk
  • Der Schultergürtel
  • Das Ellenbogengelenk
  • Das Hüftgelenk
  • Das Sprunggelenk
  • Die Wirbelgelenke
  • Das Iliosakralgelenk

Bei den aufgezählten Gelenken treten meist Überlastungen auf, Blockierungen, Verspannungen, Fehlstellungen oder angeborene Anomalitäten. Deshalb sollte ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden.


Was man wissen sollte über den Hundekörper…

Sehnen

Sehnen bestehen aus zugfesten, kollagenen Faserbündeln und elastischen Fasern. Sie sind fast immer am vorderen und hinteren Teil des Muskelns zu finden, denn durch sie kann der Muskel erst am Knochen ansetzten. Sie übertragen die Kraft vom Muskel auf das Skelett.

Sie sind auch wichtig, denn durch Alterung des Hundes kommt es zu einer Abnahme der Elastizität. Dies kann jedoch auch schon kommen, wenn der Hund länger in einer Schonhaltung verweilt oder durch längere Ruhigstellung. Dadurch werden die Sehnen anfälliger für Verletzungen wie Mikrorisse, Teilrupturen bis hin zur Ruptur ( Abriss ).

 

Schleimbeutel

Sind mit Flüssigkeit gefüllte Kapseln, welche als Gleit- oder Druckschutz dienen in Bereichen an welche erhöhte mechanische Belastung am Kundekörper aufkommt.

Am häufigsten findet man sie in der Nähe von Ansatz- oder Ursprungsbereich eines Muskels z.B. an der Schulter, Ellenbogen und Knie.

Wenn es zu einer Überanspruchung eines Gelenkes während dem Training kommt, kann dieser vermehrt Wasser einlagern ( Bursitis ), welche dann wiederum dem Hund Schmerzen verursacht und er meist die betroffene Extremität entlasten wird.

Faszien

Bestehen aus straffem Bindegewebe und verbinden oberflächiges Gewebe wie Haut mit tieferen Skelettmuskeln. Außerdem verhindern sie eine Beeinflussung eng aneinander liegender Muskeln während einer Kontraktion.

Doch auch hier kann durch einseitige Belastung, Ruhigstellung und Alterung des Hundes zu Problemen kommen. Am häufigsten findet man Verklebungen bei dem Hund welche man dann mit Faszientechniken vorsichtig beseitigen sollte. ´

Muskulatur

Durch Schonhaltungen oder Schmerzen beim Hund neigt sich diese stark zu verspannen.

Wenn dies über einen längeren Zeitraum passiert, gibt das wiederum einseitigen Zug auf die Gelenke und der Hund kann noch mehr Schmerzen bekommen, wodurch er weiter schont.


Knochen

Sie bilden das Gerüst des Hundes und geben die Form somit vor. Wenn diese durch einen Unfall falsch zusammen wachsen, durch eine Fehlstellung (HD,ED) nicht passend sind oder zu wenig Calcium eingelagert haben, führt dies zu starken Probleme. Dies wird meist auf einem Röntgenbild dann sichtbar.

 

Geschrieben von Mirjam Knauer – Hundephysiotherapeutin

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