Traurig aber wahr: Zur Zeit der Sommersonnenwende werden in einer Stadt in China tausende Hunde aber auch Katzen auf der Straße eingefangen oder sogar gestohlen, um sie zu töten und zu essen.

Es klingt grausam: tausende Hunde und auch Katzen werden alljährlich für das Hundefleisch-Festival in Yulin getötet. Nach Schätzungen sogar 10.000 der armen Vierbeiner pro Festival. Seit 2009 findet dieses Fest vom 21. bis 30. Juni in der Stadt Yulin statt - in einem Gebiet in China, das autonom ist - um die Sommersonnenwende zu feiern. Dabei wird das Hundefleisch zum Teil mit Litschis und Likör serviert und verspeist.

Aus vielen Staaten kommt immer wieder starker Protest gegen dieses Fest auf und Tierschützer versuchen es so schnell wie möglich zu stoppen. Da hilft es auch nicht, dass die Hunde angeblich „auf vergleichsweise sanfte Art getötet“ werden. Tierschutzorganisationen geben nämlich an, dass viele der Hunde unter qualvollen Bedingungen sterben müssen. Elektroschocks, Verbrennen, lebendig gehäutet oder lebendig gekocht. Das jagt eiskalte Schauer über die Haut.

Die Organisation Animal Equality gibt an Recherche auf dem Hundefleischmarkt durchzuführen und das dort dokumentierte Leid sei erschreckend. Die hilflosen Tiere werden auf der Straße aufgegriffen oder sogar aus Familien gestohlen, dann werden sie in winzigen Draht-Käfigen gefangen gehalten, in denen sie ängstlich und ohne Bewegungsmöglichkeiten Qualen ausstehen müssen, bis sie schließlich getötet werden. Manche von ihnen tragen sogar noch die Halsbänder ihrer Familien um den Hals.

Die Organisatoren des Festes geben an, dass das Essen von Hundefleisch dort eine lange Tradition habe. Dabei wäre es auch kein Unterschied, ob Katzen, Hunde oder Schweine gegessen würden. Das stimmt zwar, denn schon seit ca. 500 Jahren wird Hundefleisch in dieser Region gegessen. Humane Society International (HSI) allerdings gibt klar an, dass dieses angeblich traditionelle Fest erst vor 5 Jahren erfunden wurde: von den Schlachtbetrieben! Diese wollten die Umsätze steigern.

Normalität ist das Essen von Hunden und Katzen in China allgemein trotz vieler Vorurteile nicht. Laut einer Umfrage haben nicht einmal 20% der Chinesen überhaupt einmal Hundefleisch gegessen. Auch in China werden Hunde als Haustiere immer beliebter und die Kritik an dem Fest steigt. Dennoch werden wohl auch dieses Jahr viele tausend Hunde und Katzen Opfer dieser traurigen Tradition werden.

Neben der Tierquälerei ist der Verzehr von Hundefleisch auch gesundheitsschädlich. Viele der Tiere sind krank oder haben sogar Tollwut. Laut Yufeng Xu, dem Gründer einer Pekinger Organisation gegen Tierquälerei sind „die lokalen Behörden nicht in der Lage (…) die Menschen und vor allem kleine Kinder zu schützen“, da das „Massenschlachten und der Konsum von Hundefleisch weitergehen“. Er sagt ganz klar:“ Yulin ist eine Schande für China.“

Yulins Verwaltung erklärte die „Gewohnheit einiger Einwohner“ zu dieser Zeit Hundefleisch und Litschis zu essen, sei kein von der Stadt organisiertes Festival und sei auch nicht offiziell. Mittlerweile gab es erste Reaktionen auf den internationalen Protest, denn laut HSI signalisiere die Lokalregierung von Yulin, dem Fest so schnell wie möglich ein Ende setzen zu wollen. Wir hoffen, dass diese Ankündigung umgesetzt wird und unzählige Tiere vor schrecklichem Leid bewahrt werden können.

 

Informationen zu einer Petition für ein Verbot von Hundefleischhandel in China gibt es unter anderem auf der Seite von der Organisation „Animal Equality“ unter: http://www.lebenstattleiden.org/

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