Aus Sicht von vielen Tierschützern ein Skandal: Die Stadt Mönchengladbach erhebt eine Hundesteuer auf Tierschutztiere in Pflegestellen! Bis zu € 209,-- Hundesteuer sowie eine weitere Gebühr zur An- und Abmeldung. Tierschutzverein wehrt sich!

Tierschutzverein Notpfote verklagt Mönchengladbach wegen Hundesteuer!

Der Tierschutzverein Notpfote animal rescue e.V. mit Sitz in Düsseldorf reicht Klage gegen die Erhebung von Hundesteuern für Pflegehunde durch die Stadt Mönchengladbach ein.

Damit tritt der gemeinnützige Verein – der 2012 das inzwischen von vielen Tierheimen adaptierte Gnadenplatz-Projekt "Alte Hunde für alte Menschen" ins Leben rief – nun auch auf der Politbühne für die Tierrechte ein. Die in mehr als zwanzig deutschen Städten aktiven Tierschützer arbeiten unter anderem mit den Tierheimen Düsseldorf, Dormagen und Lüdenscheid zusammen, übernehmen deren problematische "Langzeitinsassen" und unterstützen die Vermittlungsquoten mit "familiengerechten Hunden".

"Wir sind sehr froh, dass unsere Arbeit so viel öffentliches Interesse erhalten hat", sagt Notpfote-Vorstand Babette Terveer. "Neben dem Überleben der Hunde ist das Vertrauen unserer UnterstützerInnen unsere größte Auszeichnung."

Hintergrund der Klage ist eine Entscheidung der Stadt, Hundesteuer auch für Tiere auf so genannten Pflegestellen zu erheben. Bei diesen ehrenamtlich arbeitenden Tierfreunden werden die aus den ausländischen Tötungstationen geretteten Tiere bis zu ihrer endgültigen Vermittlung untergebracht und aufgepäppelt.

Mönchengladbach hat nun als erste Stadt in NRW beschlossen, auch diese nur kurz in ihren Stadtgrenzen verweilende Tiere zu besteuern. Und dies zudem mit einem der höchsten Sätze im ganzen Bundesgebiet: nimmt eine Pflegestelle zu ihren bereits vorhandenen Vierbeinern einen dritten zur Pflege auf, so werden für jeden Hund dann 209,- Euro an Steuern fällig. Doch damit nicht genug. Jede An- und Abmeldung möchte sich die Stadt zusätzlich mit 25,- Euro "Verwaltungsgebühren" vergüten lassen - ein Umstand der mit gültigem Recht auf Kollisionskurs geht, da für die Steuerbeitreibung keine gesonderten Verwaltungsgebühren erhoben werden dürfen.

"Dass es nicht nur anders geht, sondern dass auch mit zweierlei Maß gemessen wird, beweist der Umstand, dass beispielsweise der TSV Mönchengladbach dieser Regelung nicht unterworfen ist. Obschon kein städtischer Verein, sondern ebenfalls privat geführt, sind seine Tiere auch nach der Vermittlung in Mönchengladbach sogar für ein Jahr gänzlich von der Hundesteuer befreit" weiß Babette Terveer zu berichten und fügt hinzu: "ein Umstand der unsere Anwälte schmunzeln lässt"

Notpfote versteht die enge Zusammenarbeit des Vereins mit seinen Pflegestellen und den Tierheimen als Partnerschaft auf Augenhöhe, so Terveer. Das Vertrauen und die hohe Zufriedenheit belegen, dass Notpfote damit auf dem richtigen Weg ist.

Für die Klage benötigen wir anwaltliche Beratung und Prozesskosten-Absicherung. Überschüssige oder zurück erhaltene Beträge fließen direkt in den aktiven Tierschutz zurück! Unterstützen auch Sie die gemeinnützigen Tierschutzvereine mit einer Spende für die Prozesskosten, damit nicht die Tiere unter der Amtswillkür leiden müssen. Aus diesem Grund hat der Verein über betterplace eine Aktion gestartet. Hier findet Ihr alle weiteren Infos: https://www.betterplace.org/de/projects/28755-unterstutze-unsere-sammelklage-gegen-die-besteuerung-von-tierschutz-hunden

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