Hunde am Arbeitsplatz? So kann es gehen und alle haben Spaß dabei!

Ich möchte Euch Tari und Brody vorstellen, meine täglichen Wegbegleiter auf dem Weg in das Berliner Büro von 99designs. Seitdem ich im Oktober vergangenen Jahres als SEO Associate  angefangen habe, darf ich meine Hunde jeden Tag mit ins Büro bringen. Dies nimmt mir nicht nur etliche Arbeit und Stress ab, sondern lässt mich auch jede Minute des Tages mit den Beiden verbringen.

Wie war es vorher?

Bevor ich bei 99designs gearbeitet habe, war ich gerade mit dem Studium fertig und habe über Praktika Berufserfahrung im Online-Marketing gesammelt. Zu dieser Zeit war Tari, ein schwarz-weißes Schäferhund-Labrador-Mix Weibchen, 1 Jahr alt und konnte bereits sehr gut allein zu Hause bleiben. Das musste sie damals auch, denn ich durfte sie damals nicht mit zur Arbeit nehmen, sodass sie oft bis zu 10 Stunden am Tag allein zu Hause war. Dies hat zwar 3-4 Monate lang gut funktioniert, war für mich jedoch nie eine ideale Lösung. Aus Frustration und Angst fing sie danach an alles zu zerstören und zeigte kaum noch gehorsam bei gemeinsamen Aktivitäten, von dem Zeitpunkt an wusste ich, dass es so nicht weiter gehen konnte.

Zufälligerweise wurde ich kurz darauf zum Vorstellungsgespräch bei 99designs, einem Online-Marktplatz für Grafikdesign, eingeladen. Den Job wollte ich unbedingt haben, doch ob ein Hund im Büro erlaubt sein würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Als meine Einstellung feststand, fragte ich meine Chefin, ob ich eventuell meinen Hund mit ins Büro nehmen könnte. Sie erzählte mir dann, dass bereits zuvor andere Kollegen ab und zu ihren Hund mit ins Büro gebracht hatten und ein „Bürohund“ sehr gut passen würde. Nachdem dies auch mit allen Kollegen abgeklärt war, stand fest, dass Tari von nun  an nicht mehr allein zu Hause bleiben würde.

Der Weg zum Büro

Der Aufbruch zum Büro am Morgen gestaltet sich fast jeden Tag voller Abenteuer. Direkt auf dem Weg ins Büro geht es durch den Volkspark Friedrichshain, dessen Wiesen und Berge von vielen Hundebesitzern besucht werden. Hier findet Tari immer gute Spielpartner und soziale Interaktion wird mit Auslauf & Spiel kombiniert.

Seit 2 Monaten bin ich mit Tari auch nicht mehr allein unterwegs, denn seitdem begleitet uns die kleine Brody auf unserem Weg ins Büro und verbringt mit uns jeden Tag. Brody, auch ein Schäferhund-Mischling, wurde mit knapp 8 Wochen ausgesetzt und von einem entfernten Bekannten Nahe Reinickendorf gefunden. Da dieser selbst schon 2 Hunde hatte, konnte er Brody nicht behalten und war kurz davor sie ins Tierheim zu geben. Wir wollten zwar eigentlich keinen weiteren Hund, doch wollten wir diesen kleinen Welpen die Erfahrung im Tierheim ersparen und haben sie daher zunächst bei uns aufgenommen. Tari und Brody waren sofort ein Team und sind mittlerweile fast unzertrennlich.

Den Büroalltag mit einem Welpen zu bestreiten war noch einmal eine ganz andere Sache. Doch alle Kollegen waren sofort bereit diese Herausforderung anzugehen, damit Brody bleiben konnte. Heute freuen sich beide schon bereits, wenn wir in die Straße unseres Büros einbiegen. Manchmal erkennen sie auch schon die Kollegen bei der Ankunft und rennen freudig auf diese zu, um sie zu begrüßen. Die Akzeptanz der Kollegen und das gute Arbeitsklima macht das Mitbringen der Hunde zum Arbeitsplatz zu einer wahren Freude und verbessert so das Arbeitsklima für alle Beteiligten.

Im Büro gelten neue Regeln

Wer jetzt darüber nachdenkt auch seinen Hund mit ins Büro zu bringen, sollte sich darauf einstellen in der ersten Zeit viel Aufmerksamkeit auf die Einhaltung der neuen Büroregeln zu legen. Das Büro ist schließlich eine neue Umgebung und die ungewohnte Situation ruhig auf dem Platz zu liegen und nicht jederzeit im Mittelpunkt zu stehen ist nicht für alle Hunde selbstverständlich.

Für uns im Büro ist es wichtig, dass die Hunde kaum bellen, da wir jederzeit internationale Anrufe entgegennehmen und mit Kunden in Kontakt stehen. Es kann dann allerdings trotzdem vorkommen, dass der Kunde am anderen Ende der Telefonleitung ein kurzes Bellen wahrnimmt, zum Beispiel wenn einer der Hundefreunde gerade zu Besuch kommt. Dann muss man erst einmal erklären, warum da gerade ein Hund gebellt hat, die meisten Kunden nehmen diese Situation jedoch sehr gelassen und manchmal kommt man sogar ins Gespräch, wenn auch sie einen eigenen Hund haben.

Zudem sollten die Hunde im Büro alle Mitarbeiter respektieren und auch bei Situationen bei denen Essen im Spiel ist, nicht übermütig oder gar einfordernd reagieren. Da Tari mit 1 ½ Jahren bereits viel kannte und wir auch zu Hause bereits strenge Regeln festgelegt hatten, war es relativ einfach diese auch in der neuen Umgebung durchzusetzen. Auch mit Brody war es fast problemlos, da sie sich sehr an Taris Verhalten orientiert und schon am ersten Tag ruhig schlafend auf ihrem Büro-Platz lag.

Witzige Situationen und Missgeschicke

Trotz aller Regeln und Erziehung kann es immer mal wieder vorkommen, dass Missgeschicke passieren. So kann Tari auf keinen Fall als unschuldig bezeichnet werden, als sie aus einem am Boden liegenden Paket eine leckere Wurst entwendete und heimlich in einer Ecke verschlang.

Manchmal überkommt die Langeweile auch die geduldigsten Bürohunde, dann kann es schon einmal vorkommen, dass beide durch das Büro tollen und zusammen spielen. Geeignetes Spielzeug sollte jederzeit im Büro vorhanden sein, um solche Zeiten zu überbrücken, bei uns können sich dann meist auch alle Mitarbeiter kaum aus dem Spiel heraushalten.

Diese und viele weitere Geschichten lockern den Alltag im Büro auf und bringen einen auch einmal auf andere Gedanken. So kann man nach kurzer Zeit wieder mit frischer Energie zurück an die Arbeit gehen und sich wieder vollständig konzentrieren.

Akzeptanz für Hunde am Arbeitsplatz steigt

Mittlerweile habe ich mehrere Personen kennengelernt, die auch vorwiegend bei Startups oder anderen Unternehmen der Online-Branche tätig sind. Hier gehören Bürohunde meist mit zum Alltag und gelten bei manchen Unternehmen sogar als Maskottchen.

Auch bekannte Unternehmen wie Google und Facebook erlauben es den Mitarbeitern Hunde auf die Arbeit mitzubringen. So haben die angestellten Hundebesitzer weniger Sorgen, wohin sie ihre Lieblinge während der Arbeitszeiten bringen sollen und die Arbeitgeber wissen, dass die Angestellten sich voll auf die Arbeit konzentrieren können.

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