«Das Tier ist ohne vernünftigen Grund getötet worden», sagte Richter Manfred Thiemontz am Dienstag in der Urteilsbegründung. Zudem habe der Angeklagte nicht die nötige Berechtigung dafür gehabt, wildernde Tiere zu töten. Hier alle Infos!

Das Amtsgericht in Waren an der Müritz hat einen Jäger, der einen streunenden Hund getötet hat, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt.

«Das Tier ist ohne vernünftigen Grund getötet worden», sagte Richter Manfred Thiemontz am Dienstag in der Urteilsbegründung. Zudem habe der Angeklagte nicht die nötige Berechtigung dafür gehabt, wildernde Tiere zu töten. Der 60-Jährige hatte zugegeben, den Bärenhund im Juni 2015 in seinem Revier östlich von Waren erschossen zu haben, weil dieser angeblich wilderte.

Er soll nun 1800 Euro (30 Tagessätze zu je 60 Euro) zahlen und drei Monate nicht jagen dürfen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

 

Verstöße gegen Tierschutz zumeist mit Geldstrafen geahndet

Dazu passt eine Meldung aus Brandenburg. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Brandenburg insgesamt 1488 staatsanwaltliche Verfahren durchgeführt, die zu 168 Geldstrafen geführt haben. Dies geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. In zwölf Fällen wurden Freiheitsstrafen mit und ohne Bewährung verhängt, wobei zwei Verurteilte mit je neun Monaten die längsten Haftstrafen erhielten. In zwei Fällen wurde eine Verwarnung erteilt

 

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