Einfach zu handhaben, effektiv und nebenwirkungsfrei: Werden die Grenzen der Homöopathie berücksichtigt, können homöopathische Arzneien auch bei Hunden bei vielen typischen Beschwerden angewandt werden.

Schon zu Lebzeiten Samuel Hahnemanns, dem Gründer der Homöopathie, machten sich die Anhänger der homöopathischen Lehre Gedanken, wie auch den Haustieren mit dieser sanften und nebenwirkungsfreien Heilmethode geholfen werden kann. Homöopathie bei Haustieren und insbesondere bei Hunden stößt seitdem auf wachsendes Interesse. Wer seinen eigenen Hund bei typischen Erkrankungen helfen will, der kann auf eine Reihe von bewährten homöopathischen Arzneien zurückgreifen, die sich in der Praxis als hilfreich erwiesen haben. Bei ernsthaften, andauernden oder neu auftretenden Beschwerden sollte jedoch zusätzlich tierärztlicher Rat in Anspruch genommen werden, da eine homöopathische Behandlung nicht immer ausreichend sein kann.

Wissenswertes zu Arzneiwahl und Einnahme

Ähnlich wie bei der homöopathischen Behandlung beim Menschen ist auch bei Hunden die individuelle Auswahl einer homöopathischen Arznei wichtig. Für viele typischen Beschwerden stehen eine Reihe von bewährten Arzneien zur Verfügung, unter denen diejenige gewählt werden sollte, deren Eigenschaften am besten zu den Beschwerden des Hundes passen. Ist das passende Mittel gefunden, sollte dies in Form von Globuli verabreicht werden. Diese können entweder unter das Essen des Hundes gemischt, in seinem Trinkwasser aufgelöst oder in die Lippen (Lefzen) gelegt werden.

Globuli für die häufigsten Hundekrankheiten

Homöopathische Globuli können bei einer Vielzahl von Beschwerden beim Hund eingesetzt werden. Eine Auswahl finden Sie hier:

  • Vor allem bei Hunden mit großen, hängenden Ohren kann es häufig zu Ohrenentzündungen kommen. Tritt dabei hohes Fieber auf, ist die Arznei Belladonna eine wichtige Option, bei starkem Eiterausfluss Hepar sulfuris. Bei chronischen Beschwerden ist die Farbe des Ausflusses entscheidend: Grün spricht für die Arznei Thuja, gelb für Kalium sulfuricum.
  • Es gibt auch geeignete Mittel bei Durchfall des Hundes. Sind Würmer für den Durchfall verantwortlich kann das Mittel Abrotanum hilfreich sein.
  • Bei Insektenstichen und -bissen sind Apis Gobuli angezeigt, wenn es zu einer schmerzhaften, roten und heißen Schwellung kommt. Bilden sich kleine, druckempfindliche Verhärtungen, wie zum Beispiel nach einem Zeckenbiss, ist das Mittel Ledum eine gute Wahl. Natürliche Mittel wie Kokosöl können vorsorgend auch als natürlicher Schutz vor Zeckenbissen genutzt werden.
  • Bei Juckreiz während oder nach Milben- oder Läusebefall hat sich das Mittel Psorinum bewährt, beim Flohekzem, einer allergischen Reaktion der Haut auf Flohbisse, das Mittel Cardiospermum.
  • Bei frischen Verletzungen, Wunden und nach Stürzen können Arnica Globuli eingesetzt werden. Das Homöopathikum Calendula hingegen kann bei schlechter Wundheilung und Bisswunden hilfreich sein.
  • Bei chronischen Gelenkerkrankungen wie der Arthrose oder der bei Hunden verbreiteten Hüftgelenksdysplasie, einer Fehlentwicklung des Hüftgelenks, können Harpagophytum Globuli hilfreich sein, besonders wenn sich die Schmerzen beim Aufstehen und bei nass-kalter Witterung verstärken. Bei Gelenkproblemen von alten und übergewichtigen Hunden ist das Mittel Viscum angezeigt. Bei akuten Beschwerden im Rahmen einer Arthrose hingegen die Arznei Bryonia.

Zusammenfassung

Bei vielen häufigen Erkrankungen können Hunden Globuli als alleinige oder begleitende Therapie gegeben werden. Wer die wichtigsten Globuli immer dabei haben möchte, der sollte auch nicht vergessen, diese mit in die Reiseapotheke aufzunehmen.

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