Trotz Verbot: In Köln hat ein Händler einen kupierten Dobermann zum Verkauf angeboten. Jetzt droht ihm eine Strafe. Was ist Deine Meinung zum Thema „Kupieren von Tieren“? Teile uns Deine Ansichten in den Kommentaren mit!

Ein „perverser Schick“ – so bezeichnet das Tierheim Köln-Dellbrück das Kupieren. Das trifft es wohl am besten. Der Auslöser: Ein Kölner Händler hatte im Internet einen kupierten Dobermannwelpen zum Kauf angeboten. Bei dieser Art der Verstümmelung werden den armen Fellnasen aus modischen Gründen Ohren und Schwanz gestutzt. In Deutschland sind das Kupieren und die Einfuhr kürzlich kupierter Tiere streng verboten.

Glücklicherweise wurde eine Tierschützerin auf die Anzeige des Händlers aufmerksam und meldete den Vorfall den Behörden. Nun droht dem Händler eine Strafe. Der Welpe befindet sich mittlerweile in der Obhut des Tierheims Köln-Dellbrück. „Eigentlich dachten wir ja, das Thema Kupieren wäre komplett vom Tisch, aber anscheinend gibt es immer noch Menschen, die an dieser tierquälerischen Verstümmelung Gefallen finden“, äußert sich das Tierheim auf Facebook.

Die Reaktionen auf den Beitrag sind überwiegend voller Wut und Unverständnis gegenüber der „modischen“ Verstümmelung: „Schrecklich“, „Furchtbar“, „Grauenhaft“. Leider gibt es auch Ausnahmen. Wie Maik, der ein Bild seines komplett kupierten Dobermanns postet und dazu schreibt: „So muss ein Dobermann aussehen und nicht anders. […] Ich habe und werde mir immer einen kupierten Dobermann holen.“

Facebook-Nutzerin Petra bringt das traurige Problem auf den Punkt: „Solange hierzulande immer noch Nachfrage nach kupierten Tieren besteht, und Menschen bereit sind dafür viel Geld zu bezahlen, wird sich da leider nichts ändern.“

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