Ein Rottweiler hat ein kleines Mädchen bei einer Beißattacke lebensgefährlich verletzt. Die Stadt will das Tier einschläfern lassen. Ein Gericht gibt der Kommune jetzt Recht.

Nach der Beißattacke eines Rottweilers gegen eine Zweijährige in Duisburg muss das Tier nach Überzeugung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf eingeschläfert werden. Bei dem Angriff am 6. Juli in Duisburg hatte der Hund das Mädchen lebensgefährlich verletzt. Die Stadt Duisburg hatte daraufhin die Einschläferung des Hundes verfügt. Die Klage der Halterin dagegen wies das Gericht nun nach Angaben von Dienstag ab.

Der Rottweiler weise ein fehlgeleitetes und inadäquates Jagdverhalten sowie eine mangelnde Beißhemmung auf, begründete das Gericht seine Entscheidung (Az. 18 L 2369/15). Dabei berief es sich auf ein amtstierärztliches Gutachten. Der Hund habe «unvermittelt und ohne Droh- und Warnsignale angegriffen und sich bei der länger dauernden Attacke auch nicht von weiteren Angriffen auf das schon verletzte Mädchen abbringen lassen». Eine Therapie des Hundes sei aufgrund dessen Alters nicht mehr erfolgversprechend.

Gegen den Beschluss kann die Halterin Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen. Das Tier ist nach Angaben der Stadt derzeit in einem Tierheim außerhalb Duisburgs untergebracht.

Ob und wie die derzeitige Halterin und ggfls. das Tierheim gegen dieses Urteil vorgehen wird ist der uns derzeit noch nicht bekannt. Wir halten Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

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