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Alles begann im Jahr 1996, als es Forschern in Schottland erstmals gelang, ein Säugetier zu klonen – Dolly, das wohl berühmteste Schaf der Welt. Obwohl dieser wissenschaftliche Fortschritt eine weltweite, ethische und bis heute andauernde Debatte auslöste, verbesserten Forscher die Klontechniken weiter, sodass die Nationaluniversität von Seoul im Jahr 2005 schließlich den ersten geklonten Hund Snuppy vorstellte.

Seither bietet das koreanische Biotechnikunternehmen RNL Bio, das für die geschäftliche Abwicklung zuständig ist, weltweit geklonte Haustiere auf Bestellung an. Während vielen Menschen die Vervielfältigung von Lebewesen zuwider ist – in Deutschland ist das Klonen von Tieren verboten –, löst die Aussicht auf eine genetische Kopie des tierischen Lieblings unendliche Freude bei vielen, trauernden Haustierhaltern aus.

Für Laura Jaques und ihren Partner Richard Remde war die Wissenschaft ein Segen. Das britische Paar sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als es an Weihnachten ein außergewöhnliches Geschenk der südkoreanischen Stammzellenforscher erhielten – einen geklonten Boxer-Welpen.

Das Besondere daran: Nicht nur ist es einer der ersten Hunde, die aus Großbritannien bestellt wurden, auch ist es den Forschern erstmals gelungen, Zellen eines bereits zwölf Tage verstorbenen Hundes zu klonen – der Rekord zuvor lag bei gerade einmal fünf Tagen. „Hoffentlich ermöglicht uns dieser Erfolg, die Zeitspanne zu verlängern, in der wir Zellen entnehmen können“, sagte der Forscher David Kim.

„Ich würde alles tun, um noch einmal sein Gesicht zu sehen“

Dylan, der Boxer des britischen Pärchens starb im Juni vergangenen Jahres im Alter von acht Jahren an einem Gehirntumor. „Ich habe Dylan als Welpe bekommen“, sagte Jaques der britischen Zeitung „The Guardian“. „Ich habe ihn so bemuttert, er war mein Baby, mein Kind, mein Ein und Alles. Ich würde alles tun, um noch einmal sein Gesicht zu sehen.“ Als das Paar eine Dokumentation über das Klonen von Tieren sah, war der Entschluss gefasst. Für 100.000 US-Dollar sollte im Labor eine Kopie von Dylan entstehen. Dafür wird DNA in Form eines Zellkerns des verstorbenen Tieres in eine entkernte Eizelle transferiert. Bevor diese dann einer Leihmutter eingesetzt wird, muss die Körperzelle des erwachsenen Organismus in den embryonalen Zustand zurückversetzt werden.   

In Dylans Fall gelang den Wissenschaftlern dieses Vorgehen zwei Mal. Zur Geburt des ersten Welpen, genannt Chance, am 26. Dezember flogen Jaques und Remde extra von Yorkshire nach Südkorea. „Erst als er nach der Geburt erste Geräusche machte, realisierte ich, was gerade passierte. Sogar als wenige Minuten alter Welpe sah er schon aus wie Dylan. All die Färbungen und Muster auf seinem Körper, genau wie bei ihm. Ich kann es noch immer nicht glauben“, sagte Jaques. Zweite Tage später erblickte auch Shadow, ebenfalls eine exakte genetische Kopie von Dylan das Licht der Welt.

„Es ist wie fünf Weihnachten auf einmal“, sagte Remde. Bis die beiden Fellnasen in ihr Zuhause nach Großbritannien ziehen können, müssen sich Zwei- und Vierbeiner allerdings noch gedulden. Erst wenn im Juli die Quarantäne-Zeit abgelaufen ist, dürfen Jacques und Remde die beiden Welpen zu sich holen. Dann will das Paar auch die beiden Leihmütter adoptieren.

Für das Forschungsinstitut ist das umstrittene Klonen zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Über 700 Hunde sind bereits für Kunden geklont worden – für umgerechnet 91.000 Euro pro Tier.

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