Kleinanzeigen und Lockangebote verführen immer wieder Menschen zum Kauf eines Hundewelpen und so bleibt der illegale Hundehandel bestehen. Zum Schaden der Tiere.

Leider kommt es immer wieder zu Fällen von illegalem Hundehandel. Dieses Mal konnten die Spezialisten für Gewerbe und Umwelt der Polizei Ulm mithilfe einer Tierschützerin ein Paar aufspüren, das illegal Hunde aus Osteuropa verkaufte. Aufmerksam wurde die Tierschützerin Ende März auf eine Kleinanzeige für drei Hundewelpen. Laut der Anzeige waren sechs bis sieben Woche alte Golden Retriever-Welpen und Husky-Welpen für 650 bis 750 Euro zu erwerben. Über ein eingefädeltes Treffen, bei dem die informierte Polizei anwesend war, konnte festgestellt werden, dass die Welpen keinen gültigen Impfschutz hatten und somit illegal in Deutschland eingeführt wurden. Das Paar musste sich nun in einem Bußgeldverfahren verantworten.  Die Tiere wurden beschlagnahmt und in einem Tierheim untergebracht, doch leider war das Paar damit nicht belehrt. Sie stellten knapp drei Wochen später erneut eine Anzeige ein und die Polizei konnte zwei Husky-Welpen sicherstellen.

Im traurigen Fall eines Schäferhund-Welpen konnte aber nicht mehr geholfen werden. Für mehrere hundert Euro kaufte ein Mann das Tier über eine Internetanzeige aber schon einen Tag später musste der Welpe zum Tierarzt, wo er schließlich starb. Auch dieser Hund kam, laut den Ermittlungen der Polizei, aus dem osteuropäischen Ausland. Der Verkäufer wollte weitere Welpen verkaufen, die zum Glück von der Polizei sichergestellt und in ein Tierheim gebracht werden konnten. Den 27-jährigen Verkäufer erwarten nun ein Bußgeldverfahren und eine Strafanzeige wegen Betruges.

Die traurige Bilanz ist, dass Tiere leiden müssen, weil Menschen Profit machen wollen. In vielen Fällen des illegalen Hundehandels, sind die Tiere nicht geimpft, sind krank oder schwach und gesundheitlich stark gefährdet. Auch die Haltung bis zum Verkauf ist oft fragwürdig. Mit Angeboten und Kleinanzeigen locken die Verkäufer die Kunden und jeder Käufer unterstützt den tierschutzwidrigen Handel. Sollte ein Verkaufsangebot also zweifelhaft erscheinen oder der Züchter bzw. Händler verdächtig wirken, sollte man direkt die Polizei, den örtlichen Tierschutzverein oder die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes informieren.

Wer einen Hund haben möchte sollte sich lieber gut informieren, einen seriösen Züchter aufsuchen und lieber etwas mehr zahlen oder sich in einem Tierheim umsehen. Dort gibt es viele Hunde und andere Tiere, die sehnsüchtig auf einen neuen Besitzer warten. Auch diese Tiere haben eine Chance verdient.

Du möchtest dieses Video auf Deiner Seite einbinden? Kopiere einfach einen der beiden Links und füge diesen in den Quellcode Deiner Seite ein. Du hast Fragen zum Einbinden? Sende uns eine Mail an redaktion (at) tiervision.de!