Jeder Hundefreund kennt es doch, auf der Suche nach Hilfe für die Erziehung oder Ausbildung stößt man überall auf die verschiedensten Ratschläge, Tipps, oder Empfehlungen.

Da gibt es Hundehalter, die auch im 21 Jahrhundert noch der Meinung sind, dass ein Hund schon einmal geschlagen werden darf, es gibt die Hilfsmittel-fraktion welche gerne einmal dazu raten Elektro, oder Würgehalsbänder einzusetzen. Es gibt die Verfechter der Alpha-Mythen und Dominanz-Theorien. Es gibt aber auch Menschen die der Meinung sind, das ein Hund gar keine Regeln braucht, und er sich quasi von alleine erzieht.

Auch ich war irgendwann einmal ein Verteidiger einer Methode! Ich war der Meinung dass diese Methode die einzig wahre ist, und alle anderen, die nicht diese Methode anwendeten, einfach keine Ahnung hatten!

Ich gebe es gerne zu…Ja ich habe Fehler gemacht! Und ich bin froh, dass ich damals noch kein Interesse hatte als Hundetrainer und Verhaltensberater zu arbeiten habe. Leider bin ich eben nicht, wie viele andere Hundetrainer auf die Welt gekommen, und alle Hunde standen stramm und gehorchten ;-)

Nein ich musste mir alles über Jahre erarbeiten, Zeit investieren und natürlich viel Geld. …Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was ich vielen Hunden angetan hätte, ohne es zu wissen. Zum Glück jedoch kam es alles ganz anders! Und den größten Anteil daran hat mein bester Freund!

Mein bester Freund: ein 8 Jahre alter Weimaraner namens Sammy, mein Freund, aber auch mein schärfster Kritiker, Ausbilder, Sensai ;-)

Heute können wir (meine Lebensgefährtin und ich)  entspannt, doch nicht frei von Scham, zurückblicken, auf die Jahre mit unserem Hund. Auf die Höhen und Tiefen. Manchmal muss ich schmunzelnd daran zurückdenken, und sehe mich, wie ich auf der Wiese herumbrülle, fluche, und dem Hund diverse Schimpfwörter hinterher rufe. Immer der mit der Annahme, dass mit dem Hund etwas nicht stimmt… Natürlich sind wir auch irgendwann auf die Idee gekommen uns Hilfe zu holen. Mal mehr, und meist jedoch weniger erfolgreich.

Doch eine Sache passte so gar nicht in mein Weltbild. Ich traf Hunde, die einfach ruhig und ausgelassen, zufrieden und gehorsam durch die Welt spazierten und… was mich einfach zweifeln ließ… der Hundehalter, erzog diese Hunde so ganz und gar nicht nach “meiner“ Vorstellung!

Vor ca. 5 Jahren habe ich dann angefangen, meine Methode einfach mal in Frage in stellen. Ich fing an stundenlang im Internet zu recherchieren, kaufte Bücher, ging zu den verschiedensten Hundetrainer, um mir die Arbeitsweise anzuschauen. Ich besuchte Seminare und zu guter Letzt machte ich eine Ausbildung und schloss diese erfolgreich ab. Dazwischen waren stundelange, teils angeregte Diskussionen mit der Lebensgefährtin über die eine oder andere Vorgehensweise ;-)

Doch wie gesagt, den größten Anteil an diesem Reifeprozess, hat unser Hund, welcher uns relativ sicher und schnell mitteilte, wenn wir auf den richtigen, bzw. auf dem Holzweg waren. Durch diesen Erfolg bei unserem eigenen Hund, konnten wir auf die Welt losgelassen werden. Und es macht mich heute noch Stolz, wenn ich einen Hund und seinem Herrchen, oder Frauchen helfen konnte!

Wir betreiben mittlerweile eine eigene mobile Hundeschule (www.isegrims-erben.de) und ich denke, dass unser großer Vorteil darin besteht, dass wir uns in jeden Hundehalter hinein versetzen können. Wir nehmen jedes Anliegen ernst, verurteilen niemanden und machen keinen Hehl daraus, das auch wir vor vielen Jahren, auf der andren Seite der Haustür standen, um sie für den Hundetrainer zu öffnen.

Des weiteren liegt ein großer Vorteil unsrer Arbeit darin, dass wir Mitglied in einem Netzwerk qualifizierter Hundetrainer (www.hunde-expert.de)  sind, in welchem man sich immer wieder Hilfe von Kollegen holen kann. Für die Zukunft ist die Mitgliedschaft in einem Verband für Hundetrainer geplant. Dies hat den Vorteil, dass wir unsre Arbeit mit den Hunden kontrollieren lassen und somit eine vernünftige und gewaltfreie Erziehung und Ausbildung mit dem Vierbeiner garantieren! Desweiteren verpflichten wir uns durch den Eintritt in den Verband, Seminare und Weiterbildungen zu besuchen.

Zum Schluss gibt es nur noch eines zu sagen, gerichtet an meinen besten Freund:

Domo Arigato, Sensai! ;-)

 

DANKE an Thomas Baier ( Hundetrainer; www.isegrims-erben.de ) für diesen tollen Artikel!

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