Teil 2 - die Wahl des Hundes - welcher Hund passt zu mir? Welche Dinge müssen bei der Wahl des Hundes beachtet werden?

(Autorin: Vanessa Jung)

Bei der Wahl des Hundes gibt es einige Dinge die zu beachten sind.

  • Mochte ich "nur" einen Begleiter?
  • Möchte ich eine Fellnase mit der ich arbeiten kann?
  • Möchte ich einen Hund mit dem ich Sport machen kann?
  • Habe ich die Zeit mich um einen Welpen oder Junghund zu kümmern, oder sollte ich doch einen älteren Hund nehmen?
  • Möchte ich einen Hund der immer gefallen will oder auch mal seinen eigenen Kopf hat?


Fragen über Fragen, die man nie pauschal beantworten kann. Aber rassetypische Merkmale können einem bei der Entscheidung helfen.

Ich möchte hier nur kurz anschneiden was Arbeit und Sport bedeutet:

Unter Arbeit fallen, für mich, Tätigkeiten wie Rettungshunde, Mantrailing, Wasserrettungshunde, Zielobjektsuche usw. Um diese Sachen ausüben zu können muss man mit seinem Hund eine Ausbildung machen.

Beim Hundesport muss man zwischen Sport als Beschäftigung und Turniersport unterscheiden: Es gibt unter anderem Agility, Discdogging, Dogdancing, Leistungshüten und viele mehr. Für den Tuniersport gibt es Regelungen auf die ich nicht tiefer eingehen möchte, aber Voraussetzung ist die bestandene Begleithundeprüfung.

Wenn man sich für einen Welpen entscheidet, sollte man viel Zeit haben. Man muss die Kleinen erziehen, ihnenm langsam beibringen wie man alleine zu Hause bleibt, sie sozialisieren, ihnen beibringen stubenrein zu werden und was noch alles zum Hunde-ABC gehört.

Man sollte mit einem Welpen in eine Welpengruppe gehen. Dort lernen sie das Verhalten gegenüber ihrer Artgenossen im gleichen Alter, aber auch gegenüber größeren bzw. älteren Hunden.

Egal für welchen Hund man sich entscheidet, man sollte ihn immer artgerecht auslasten, nie die Erziehung ausser Sicht lassen und sich bewusst sein, dass der Hund charakterlich zu einem passen sollte. Man sollte in jedem Fall eine gute Hundeschule besuchen. Dort lernt man, wie man mit dem Hund kommuniziert, wie man seinen Hund führt und der Rudelführer bleibt. Typische Situationen in der Hundeschule findet man auch in der Fotogalerie.

Wie man sieht steckt mehr dahinter sich ein neues Familienmitglied nach Hause zu holen, als nur der Wunsch nach einem Gefährten.

Hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung:
Wenn man einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben möchte, sollte ich am besten wie folgt vorgehen:

  • Vereinbarung eines Termins im Tierheim - so weiß man auch, daß ein kompetenter Ansprechpartner vor Ort ist!
  • Dem Tierheimpfleger genau schildern wie die eigenen Lebensumstände sind. Wo und wie wohne ich? Kann ich den Hund mit zur Arbeit nehmen? Wieviel Zeit habe ich auf jeden Fall? Was möchte ich mit dem Hund zusammen erleben bzw. was sind meine Interesssen?
  • Gemeinsam sich alle Hunde einmal ansehen und gucken welcher Hund mir spontan gefällt bzw. zu welchem Hund man spontan eine Beziehung aufbaut. Wichtig ist auch, wie reagiert der Hund auf mich?
  • Einen Termin für einen Gassi-Gang vereinbaren. So lernen sich Hund und Halter ein wenig besser Kennen. Wichtig: Ist es der erste Hund und der erste Gassi-Gang am besten einen Freund/Bekannten mitnehmen, der schon über Hundeerfahrung verfügt bzw. jemanden vom Tierheim bitten einen zu begleiten!
  • Jetzt ist der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen: Stimmt die "Chemie" zwischen Hund und Halter? Bin ich bereit dem Hund dauerhaft ein neues Zuhause zu geben? Dies ist extrem wichtig, denn diese Entscheidung ist keine Entscheidung für ein paar Wochen - sondern für die nächsten Jahre! Aber keine Angst: es ist der Beginn einer wunderschönen Zeit - denn ein Hund gibt soviel zurück, dass kann man sich als Nicht-Hundehalter noch gar nicht vorstellen!

Zum Abschluss möchte ich noch sagen:

Ich glaube fest daran, dass ein Hund sich den Menschen aussucht und nicht der Mensch sich den Hund!

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