Bewegende Zeilen von Bumo´s Familie! Die Freude ist riesengroß! Auch wir sagen DANKE für Eure Unterstützung und Anteilnahme! Es ist immer wieder toll zu sehen wie Hundefreunde zusammen halten!

Diese Zeilen stammen von Navina - dem "Frauchen" von Bumo. Und wir wollen sie Euch natürlich nicht vorenthalten, denn stündlich gehen unheimlich viele Mails, PN´s und Anrufe bei uns ein - alle erkundigen sich nach dem Stand der Dinge. Auch wir sagen DANKE für Eure Unterstützung und Anteilnahme! Es ist immer wieder toll zu sehen wie Hundefreunde zusammen halten!

Sooo, und nun noch einmal etwas ausführlicher wie es zu unserem glücklichen Wiedersehen kam.

Wir waren ja am Freitag noch einmal nach Avignon gefahren um nach Bumo zu suchen, die mittlerweile fast 2 Wochen verschwunden war. Tagelang haben wir zum zweiten Mal wieder halb Frankreich auf den Kopf gestellt. Über 700 Zettel angeklebt, in Briefkästen und an Windschutzscheiben, sind zu einem riesen Zigeunertreffen nach St. Marie de la mer gefahren, da wir hofften dort an Leute aus der ganzen Region zu kommen, sind Anrufen nachgegangen, morgens um 4.3 0Uhr aufgestanden um weiter zu suchen, haben bis tief in die Nacht Anzeigen im Internet aktualisiert, Leute kontaktiert, Nummern rausgesucht etc.

Und Montag Abend? Da war unser letzter Tag zum Suchen vorbei, denn am Dienstag mussten wir zurück….. 3 Tage Suche waren erfolglos gewesen. Die Nachricht hatte sich weiter verbreitet, auch mit der Hilfe von Leuten, die selber Zettel ausgedruckt und aufgehängt haben, neue Artikel in der Zeitung und natürlich das Internet (ein großes Danke dafür!).

Ich hatte schon geplant in meinem Urlaub im Juni zurückzukehren, aber der Gedanke, ein weiteres Mal ohne Bumo nach Hause zu fahren war fast nicht auszuhalten. Ich heulte (mal wieder) wie ein Schlosshund und wir machten uns noch einmal am Fluss in Beaucaire (der Nachbarort des Ortes, in dem unser Wohnmobil gefunden worden war) auf die Suche. Als wir gerade überlegt haben, dass wir wohl die Suche erfolglos beenden müssen schaute ich noch einmal auf mein Handy.

Es war etwa 19:55 Uhr. Und in meiner Facebook-Gruppe stand ein Kommentar um 19:52 Uhr: es gäbe Neuigkeiten, man warte darauf, dass sie sich bestätigen. Ich blieb stehen, was soll das heißen? Und warum weiß ich davon noch gar nichts? Mein Handy hatte mir nicht angezeigt, dass schon mehrere Nachrichten einer jungen Frau eingegangen waren, die mich bei der Suche unterstützte und selber Zettel aufgehängt und im Internet verbreitet hatte, mit ihrer Nummer, da Franzosen vielleicht ungern auf einer deutschen Nummer angerufen hätten.

Sie schrieb mir, dass Kinder in Beaucaire an einem Radweg einen Hund in einer Hecke entdeckt hätten, dass sie einen Mann gebeten hätten das Tierheim zu informieren und dass das Tierheim ihn dann eingefangen hätte. Man vermute, dass es Bumo sei. Wir wagten es nicht zu hoffen. Wir verabredeten uns vor der Tierklinik, wo Bumo hingebracht werden sollte. Diese war nur 2,5 km von dem Fluss weg, an dem wir gerade waren. Voller Aufregung gingen wir zurück zum Auto, ich zitterte, war völlig neben mir, da rief das Hotel an (dessen Nummer wir auch auf die Zettel schreiben durften): das Tierheim von Beaucaire habe sie verständigt, man habe einen Hund gefunden und den Chip geprüft, es gibt keinen Zweifel, es ist Bumo.

Ich konnte es trotzdem nicht glauben, wir fuhren zur Tierklinik, wo wir die junge Frau trafen. Sie rief für uns beim Tierheim an, das noch einmal bestätigte, dass es Bumo war. Es flossen bereits Freudentränen und trotzdem blieb noch immer blieb ein gewisser Zweifel. Was, wenn sie es doch nicht war? Bumo müsse doch nicht in die Tierklinik, wir könnten zum Tierheim kommen.

Julie, die junge Frau fuhr vor uns her. Dort angekommen bellten jede Menge Hunde, im vorderen Bereich waren einige abgetrennt, 3 Frauen standen in der Mitte, mit einem Hund auf dem Arm: Bumo!!!!!!! Ich konnte es nicht fassen, ich rüttelte an der Türe und rief nach Bumo. Julie erklärte, dass wir die Besitzer waren. Wir wurden hereingelassen und Bumo kam schwanzwedelnd auf uns zu. Freudentränen flossen, nicht nur bei uns, sondern auch bei Julie und den Frauen vom Tierheim. Bumo konnte es wohl im ersten Moment auch nicht fassen, es dauerte kurz, bis sie richtig munter wurde, uns abschleckte freudig umherlief. Was für eine Freude!

Umarmungen der Dankbarkeit, Tränen der Erleichterung, ein Hund, der auf einmal wieder aufblühte (die Kinder hatten gedacht, er stirbt).

Bumo muss jämmerlich ausgesehen haben, voller Kletten, auch vor den Augen und um das Maul. Die Frau vom Tierheim meinte, sie hätte im ersten Moment nicht mal gewusst, ob es wirklich ein Hund sei. Sie hatten ihr bereits eine Menge Fell abgeschnitten, da sie sich nicht mehr richtig bewegen und fressen konnte. Die Kinder hatten sie jedoch auf dem Foto, dass von Facebook kannten erkannt gehabt, hatten ihr das Leben gerettet und konnten dem Tierheim mitteilen, dass sie gesucht wird. So informierte das Tierheim Julie und das Hotel und die informierten uns. Alle waren überglücklich.

Nach ca. einer halben Stunde verabschiedeten wir uns von allen und stiegen mit Bumo in das Auto. Alles war vorbereitet: Ich hatte von Deutschland ihren Hundekorb, eine Leine und ein Geschirr, fressen und Leckerlies mitgebracht. Wir hatten die Hoffnung nicht aufgegeben und das Wunder war geschehen. Wir fuhren dann ein paar Straßen vom Tierheim weg, damit die anderen Hunde sich beruhigen konnten und riefen meinen Bruder und meinen Vater an. Auch die waren überglücklich und sehr gerührt.

Zurück im Hotel wurden wir von einem der netten Mitarbeiter, der uns unterstützt hatte begrüßt: wir sollten erst mal Schlafen und am Morgen kämen die anderen um Bumo kennen zu lernen und die Geschichte zu hören. Das Hotel hatte uns die ganze Zeit toll unterstützt.

Wir gingen mit Bumo in unser Zimmer, sie bekam etwas zu fressen und wir schnitten noch bis in die Nacht die Kletten aus ihrem Fell, damit sie es bequem hatte. In der Nacht wachte ich immer wieder auf, denn ich konnte mein Glück nicht fassen, ich musste sie einfach streicheln und mich freuen, dass sie wieder da war Am nächsten Morgen kam sogar die Hoteldirektorin, alle freuten sich so mit uns, dabei sah Bumo streng genommen nicht wirklich aus wie ein Star: Wie auch, nach 15 Tagen alleine in der Natur, bei Hitze am Tag und Kälte in der Nacht. Bumo hat unglaubliches geschafft: mit ihren 13 Jahren und einer operierten Hüfte hat sie sich so lange alleine durchgeschlagen. Vom psychischen Stress ganz zu schweigen.

Wie geplant fuhren wir am nächsten Tagzurück, überwältigt davon, dass Bumo tatsächlich gefunden worden war. 1000 km ging es zurück nach Deutschland. Insgesamt war ich 4500km unterwegs um Bumo zu suchen – und schließlich zu finden. Es hatte sich gelohnt. Das Wunder war geschehen und Bumo ist wieder bei uns.

Danke an alle, die uns unterstützt haben und uns die Daumen gedrückt haben. Und schön, dass sich so viele mit uns freuen!!!

Quelle: facebook.com/RetrouvonsBumo

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