Die Blutegeltherapie hat in der Humanmedizin bei der Behandlung von Arthrosen, vor allem an Knie, Ellbogen und Schulter, schon lange einen festen Platz.

Einige Kliniken haben sich auf diese Therapieform spezialisiert und sehr gute Erfolge zu verzeichnen. Arthrose ist eine degenerative Gelenkserkrankung bei der sich die schützende Knorpelschicht abbaut. Zum Teil starke Schmerzen und Einschränkungen in der Bewegung sind die Folgen.

Klinische Studien mit Patienten, die an Gonarthrose (Kniegelenksarthrose) leiden konnten die positive Wirkung der Blutegeltherapie bestätigen.

Durchschnittlich drei Tage nach einer einmaligen Therapie mit Blutegeln am Knie stellte sich bei 80% aller Patienten eine Schmerzminderung um durchschnittlich 60% ein. Die Wirkung ist nachhaltig mit Schmerzlinderung über mindestens drei Monate bei 70% und reduziertem Schmerzmittelbedarf noch nach zehn Monaten bei 45%.

Daher sind häufig ein Absetzen oder zumindest Reduktion einer analgetisch-antiphlogistischen Therapie (Schmerz- und Entzündungshemmer), und damit eine Reduktion potentieller Nebenwirkungen, möglich.

Auch in meiner Praxis sehe ich die positive Wirkung der Blutegeltherapie. Vor allem Hunde und Pferde leiden oft an Arthrose. Bei Pferden führt dies oft zu erheblichen Einschränkungen bis hin zur Unreitbarkeit. Hunde leiden oft an den Nebenwirkungen lange Zeit eingenommener Schmerzmittel ohne die sie sich oft kaum bewegen können.

Hier kann eine Therapie mit Blutegeln oft rasch und nachhaltig und mit verhältnismäßig geringem Aufwand helfen.

Die Wirkungsweise der Blutegeltherapie ist neben dem Effekt eines Mikroaderlasses vor allem auf die Zusammensetzung der im Speichel der Tiere vorkommenden Wirkstoffe zurückzuführen.

Wichtigster und bekanntester Stoff ist das Hirudin, das vor allem eine blutgerinnungshemmende Eigenschaft besitzt.

Weitere Substanzen sind u.a. Calin, Bdelline, Destabilase und Egline, die blutverdünnend, antientzündlich, antibiotisch (Hyaluronidase), lymph- und blutstrombeschleunigend und gefäßerweiternd wirken.

Die Blutegeltherapie ist nahezu schmerzfrei und eine echte Alternative zur herkömmlichen Schmerztherapie. Bei Hunden und Pferden gibt es in der Anwendung kaum Einschränkungen.

Kontraindikationen sind z.B.: Einnahme blutverdünnender Medikamente, Schwäche bei zehrenden Krankheiten wie Krebs oder Anämie (Blutarmut).

Weitere Anwendungsmöglichkeiten neben der Arthrose sind:

  • Bei Pferden: Hufrehe, Spondylose, Spat, Gallen Einschüsse Genickbeulen u.a.
  • Bei Hunden: HD, ED, Spondylose u.a. 

 

Autorin:

Andrea Meyer- Fuger

Speicherbeckenring 3

72657 Altenriet

www.tierheilpraxis-meyer-fuger.de

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