Von der Anzahl vorhandener Katzenklos im Haus, über ihre Mindestgröße, den Stellplatz, das verwendete Katzenstreu und Reinigungsmittel sowie günstige Varianten aus dem Baumarkt – Expertin Carmen Schell gibt verunsicherten Besitzern Tipps und Tricks rund um das Thema Katzenklo.



Bereits vor dem Kauf stellt sich die erste Frage: Braucht meine Katze ein offenes oder geschlossenes Katzenklo? Tendenziell rät Carmen Schell zu einem offenen Klo, da die meisten Katzen durch die Haube abgeschreckt werden. Hier gilt es jedoch die individuellen Bedürfnisse des Tieres zu berücksichtigen, da vor allem unsichere Katzen geschlossene Katzenklos vorziehen.

Für welche Variante man sich auch entscheidet, in beiden Fällen spielt natürlich auch die Größe der Katzentoilette eine wichtige Rolle. Auf die handelsüblichen Größen sollte man sich hier nicht einfach verlassen: „Ganz, ganz viele Katzenklos, die man im Handel bekommt, sind zu klein für die Katze!“, warnt Expertin Carmen Schell. Wer sich nicht auf sein Augenmaß verlassen und lieber auf Nummer sicher gehen will, sollte seine Katze ausmessen oder sie in einen Karton springen lassen, um eine angemessene Größe zu ermitteln.

Eine Faustregel für die ideale Größe: Die Katze sollte problemlos hinein und ein paar Schritte vor- und zurückgehen können. Außerdem sollte eine Drehung mit geradem (!) Rücken möglich sein.

Hat man sich nun für ein ausreichend großes Katzenklo entschieden, steht man einer großen Auswahl Katzenstreu gegenüber – auch hier gibt es einiges zu beachten. Viele Streusorten sind zwar für den Halter angenehm, für die Katze jedoch alles andere als ideal. Absorbierendes Streu ist beispielsweise hygienisch bedenklich, da sich Urinreste nicht komplett entfernen lassen.

Die bessere Alternative bietet das sogenannte Klumpstreu. Pflanzliches Klumpstreu ist leicht zu entsorgen und deshalb beliebt bei Haltern. Das grobkörnige Katzenstreu bleibt jedoch an den Pfoten kleben und ist somit eher unangenehm für die reinlichen Tiere. Besondere Vorsicht ist bei Streu auf Maisbasis geboten: es wird häufig gefressen und klumpt im Magen!
Die Expertin rät zu bentonithaltigem Klumpstreu, das feinkörnig, weich und somit am angenehmsten für die Samtpfoten ist. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, kein duftendes Streu zu verwenden, da dieses für die überaus empfindliche Nase der Katze unangenehm ist.

Zu guter Letzt muss noch ein geeigneter Standort für die Katzentoilette gewählt werden. Wichtig ist vor allem, dass sie leicht, ohne Hindernisse und jederzeit für die Katze erreichbar ist. Das bedeutet auch, dass sich das Katzenklo nicht auf einer anderen Etage befinden sollte. Vor allem bei älteren und erkrankten Katzen ist das zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollte das Katzenklo wortwörtlich ein „stilles Örtchen“ sein, an dem nicht ständig Bewegung und Krach herrschen.

Wenn man sich an diese Grundsätze hält und auf die individuellen Bedürfnisse seiner Katze eingeht, kann bei der Anschaffung und Positionierung des Katzenklos nichts mehr schiefgehen.

 

 

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