Die Samtpfoten geistig zu fordern ist gar nicht so schwer und aufwendig wie man denkt. Expertin Carmen Schell zeigt es dir kurz und knapp.



Um Katzen zufriedenzustellen, bedarf es nicht nur eines Menschen als Dosenöffner, auch die geistige Beschäftigung der Samtpfote will gewährleistet sein. Welche Möglichkeiten es dabei gibt – im Handel oder im Handumdrehen selbst hergestellt –, inwieweit die Katze angeleitet werden sollte und womit gleichzeitig sowohl die Konzentration der Katze als auch die Kommunikation zwischen Zwei- und Vierbeiner gefördert werden kann, erklärt Expertin Carmen Schell.   

Eine sehr effektive Methode, um die Samtpfote geistig zu fordern sind die handelsüblichen Fummelbretter, die in den verschiedensten Varianten erhältlich sind. Die Stubentiger müssen Türchen öffnen, Hebel bedienen oder Knöpfchen drücken, um an eine Leckerei zu kommen, die praktischerweise sofort als Belohnung dient. Da manche Mechanismen für die Katze erst einmal schwierig sein können, kannst du ihr zeigen, wie du das Futter hineinlegst und wie man darankommt.

Doch nicht nur Fummelbretter, auch ein einfacher Schuhkarton kann als Spielplatz dienen. Leg ein paar Leckerchen hinein und bedeck sie mit ein paar Papierschnipseln. Nun muss die Mieze auf Futtersuche gehen. Mit der Zeit kannst du die Anzahl der Leckereien verringern und den Schuhkarton komplett mit Papierschnipseln füllen, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen und die Katze immer wieder aufs Neue zu fordern.

Die Expertin rät jedoch davon ab, ständig Futter an der gleichen Stelle zu verstecken. Die Katze sollte dazu animiert werden, im Laufe des Tages immer wieder diese Orte abzugehen, um nachzuschauen, ob es etwas Leckeres zu finden gibt. Denn auch Freigänger haben nicht jedes Mal einen Jagderfolg – nicht jedes Mal sitzt die Mas im gleichen Mäuseloch. Dieses Prinzip sollte auch in der Wohnung simuliert werden indem du die Spiele und Leckerlies immer variierst.

Eine weitere beliebte Möglichkeit ist das Clicker-Training, das in vielen Büchern und Webseiten thematisiert wird. Im Rahmen dieses Trainings kannst du mit deiner Katze verschiedene Übungen ausführen. Beim Training mit einem sogenannten Targetstick beispielsweise, wird die Katze mit einem Leckerchen und dem Klickgeräusch belohnt, wenn sie den Stab berührt. Auf diese einfache Art und Weise kannst du deine Katze zum Nachdenken animieren. Ein Clicker ist dafür nicht zwangsläufig notwendig. Auch mit einem einfachen Zungenschnalzen kann das Training durchgeführt werden – es muss sich nur um ein eindeutiges Geräusch handeln.

Das Clicker-Training baut sich in verschiedenen Phasen auf und ist ein ideales Konzentrationstraining für die Katze, aber auch eine wunderbare Möglichkeit, um mit der Fellnase zu kommunizieren und Spaß zu haben.

 

 

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