Welpenschwimmen? Ja, auch die kleinsten Hunde sollten frühzeitig an das Wasser gewöhnt werden. Doch neben Spaß gibt es noch weitere positive Effekte.



Der Sprung ins kühle Nass verspricht Schwimmspaß, im Sommer eine willkommene Abkühlung und bei Verletzungen eine ideale Möglichkeit der Therapie. Doch nicht alle Hunde sind von Geburt an Wasserratten. Für Welpen ist es daher wichtig, langsam an das Wasser herangeführt zu werden. Wie das funktioniert und welche positiven Effekte das Welpenschwimmen außerdem für die Fellnasen hat, erklärt Hundephysiotherapeutin Mirjam Knauer bei einer Trainingseinheit.

Das Welpenschwimmen bringt einige Vorteile mit sich und bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Welpen und Junghunden. Neben der Wassergewöhnung werden Gleichgewicht und Koordination gefördert,  Sinnesorgane und Immunsystem werden gestärkt. Außerdem können sich die Jungtiere im Wasser richtig austoben: Da sie sich in der Wachstumsphase nicht überlasten dürfen, ist das Schwimmen eine gesunde und gelenkschonende Alternative zum Laufen.

Am Beispiel eines 18 Wochen alten belgischen Schäferhundes zeigt Mirjam Knauer den Ablauf einer Trainingseinheit beim Welpenschwimmen.  Am Anfang sei es vor allem wichtig, den Hund nicht unter Druck zu setzen, betont die Hundephysiotherapeutin. Viele Hunde reagierten zu Beginn des Trainings sehr ängstlich, oft sogar panisch auf das Wasser. Deshalb kommt eine Schwimmweste zum Einsatz, die den Hund zusätzlich stützt. Der Welpe wird langsam an das Wasser gewöhnt, indem er zu Beginn auf einer erhöhten Ebene steht und währenddessen mit Futter oder Spielzeug beruhigt wird. Sobald sich die erste Angst gelegt hat, werden wiederholt kleine Runden im Wasser gedreht, nach denen jeweils eine Leckerei als Belohnung auf den Kleinen wartet. Von Runde zu Runde löst die Physiotherapeutin ihren Griff etwas von der Schwimmweste, sodass der Schäferhund nach anfänglich unbeholfenen Tritten nun seine ersten eigenen Schwimmbewegungen machen kann.
Wenn die Hunde keine Beziehung zum Therapeuten aufbauen können erachtet sich das Training als schwierig, weshalb Besitzer immer als unterstützende Kraft mit ins Wasser gehen dürfen.

Am Anfang des Trainings empfiehlt Mirjam Knauer das Welpenschwimmen 5 Wochen lang wöchentlich zu wiederholen und danach die Abstände zu vergrößern, bis die Hunde eigenständig in freien Gewässern schwimmen gehen können.

 

 

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